⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 01.08.2026
Immobilienunternehmen sehen sich einem wachsenden Druck gegenüber, da die Kundenvorauszahlungen auf über 225 Billionen VND gestiegen sind. Dies könnte weitreichende Auswirkungen auf den Markt haben.
- Kundenvorauszahlungen erreichen historischen Höchststand.
- Vinhomes dominiert mit fast 65% der Einlagen.
- Rückgang der Nachfrage nach Primärimmobilien um 62%.
Immobilienunternehmen stehen vor einer herausfordernden Situation, da die Kundenvorauszahlungen auf über 225,930 Milliarden VND gestiegen sind. Dies stellt den höchsten Stand in der Geschichte dar und könnte weitreichende Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben. Die vorläufigen Finanzberichte von 11 börsennotierten Immobilienunternehmen für das zweite Quartal 2026 zeigen, dass die Unternehmen trotz der hohen Einlagen unter Druck geraten sind, insbesondere aufgrund der steigenden Zinsen und der sinkenden Nachfrage nach Primärimmobilien.
Was sind Kundenvorauszahlungen?

Kundenvorauszahlungen sind Beträge, die Kunden als Anzahlung für Immobilienprojekte leisten. Diese Zahlungen werden jedoch erst dann als Umsatz verbucht, wenn die entsprechenden Projekte abgeschlossen und die Übergabebedingungen erfüllt sind. Der aktuelle Stand der Kundenvorauszahlungen zeigt, dass viele Unternehmen in der Branche auf einen hohen Geldfluss angewiesen sind, der jedoch nicht sofort in Einnahmen umgewandelt werden kann. Dies führt zu einer angespannten finanziellen Situation, da die Unternehmen auf die Fertigstellung ihrer Projekte angewiesen sind, um die Gelder zu realisieren.
Die Dominanz von Vinhomes
Unter den analysierten Unternehmen hat Vinhomes mit 145,880 Milliarden VND einen klaren Vorsprung und macht fast 65% des Gesamtwerts der Kundenvorauszahlungen aus. Dies bedeutet, dass von jedem 100 VND, die Kunden bei den befragten Unternehmen im Voraus bezahlen, fast zwei Drittel auf Vinhomes entfallen. Diese Dominanz könnte sowohl Vor- als auch Nachteile für das Unternehmen mit sich bringen, insbesondere in einem Markt, der von Unsicherheiten geprägt ist.
Wachstum anderer Unternehmen
Die Sunshine Group folgt mit knapp 30 Billionen VND, was jedoch nur ein Fünftel des Wertes von Vinhomes ausmacht. Bemerkenswert ist die Wachstumsrate von Sunshine Group, die Ende 2021 weniger als 500 Milliarden VND an Kundenvorauszahlungen verzeichnete. Innerhalb weniger Jahre hat sich dieser Betrag erheblich erhöht. Auch Novaland zeigt mit rund 24,551 Milliarden VND ein signifikantes Wachstum, mehr als das Zwölffache des Wertes von Ende 2019.
Rückgang der Nachfrage nach Primärimmobilien
- Kundenvorauszahlungen: 225,930 Milliarden VND
- Vinhomes: 145,880 Milliarden VND
- Nachfrage nach Primärimmobilien: Rückgang um 62%
Die aktuelle Marktsituation wird durch einen drastischen Rückgang der Nachfrage nach Primärimmobilien gekennzeichnet. Laut Schätzungen von DXS-FERI erreichte die Nachfrage in den ersten sechs Monaten des Jahres lediglich rund 26,100 Einheiten, was einem Rückgang von 62% im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 entspricht. Diese Entwicklung ist alarmierend und zeigt, dass die Kaufkraft der Verbraucher erheblich gesunken ist, was auf die steigenden Zinsen und die Inflation zurückzuführen ist.
Finanzielle Herausforderungen für Bauträger
Die steigenden Zinsen haben nicht nur die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigt, sondern auch die finanziellen Bedingungen für Bauträger verschärft. Viele Unternehmen müssen ihre Vertriebsstrategien anpassen, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen. Die Kombination aus hohen Zinsen und sinkenden Immobilienbewertungen hat dazu geführt, dass über 90% der beobachteten Immobilienaktien Kursrückgänge verzeichneten, wobei einige Aktien über 40% ihres Wertes einbüßten.
Marktprognosen und Anpassungsstrategien
Analysten gehen davon aus, dass die Gewinnmargen der Anleger im Vergleich zu 2025 um etwa 3–5% sinken könnten. Um die Nachfrage aufrechtzuerhalten, bieten einige Bauträger nun Anreize für bis zu fünf Jahre an und verlängern die Zahlungsfristen, um die anfängliche finanzielle Belastung für Käufer zu reduzieren. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den Cashflow im aktuellen Hochzinsumfeld aufrechtzuerhalten und die Käufer zu ermutigen, trotz der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu investieren.
Fazit

Die Situation auf dem Immobilienmarkt ist angespannt, da Unternehmen mit hohen Kundenvorauszahlungen und sinkender Nachfrage konfrontiert sind. Die Dominanz von Vinhomes und das Wachstum anderer Unternehmen zeigen, dass es trotz der Herausforderungen auch Chancen gibt. Die Anpassung der Vertriebsstrategien und die Einführung von Anreizen könnten entscheidend sein, um die Käufer zurückzugewinnen und den Markt zu stabilisieren.
Häufige Fragen
Was sind Kundenvorauszahlungen?
Warum stehen Immobilienunternehmen unter Druck?
Wie hat sich die Nachfrage nach Immobilien entwickelt?
Welche Unternehmen sind am stärksten betroffen?
Was sind die Auswirkungen der Zinserhöhungen auf den Immobilienmarkt?
Quellen: Google News
Symbolbild: Analyse des Immobilienmarktes 2026 · Foto: Artful Homes / Pexels


