⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 01.09.2026
Bundeskanzler Christian Stocker hat ein neues Konzept vorgestellt, das Eltern in Österreich helfen soll, für die finanzielle Zukunft ihrer Kinder vorzusorgen. Das Zukunftsdepot soll ab 2027 in Kraft treten und bietet zahlreiche Vorteile.
- Zukunftsdepot ermöglicht bis zu 5.000 Euro jährliche Einzahlungen.
- Keine Kapitalertragsteuer bis zum 18. Geburtstag.
- Ziel: Förderung einer Aktienkultur in Österreich.
Bundeskanzler Christian Stocker hat ein neues Konzept vorgestellt, das Eltern in Österreich helfen soll, für die finanzielle Zukunft ihrer Kinder vorzusorgen. Das Zukunftsdepot soll ab 2027 in Kraft treten und bietet zahlreiche Vorteile, die sowohl für Familien als auch für die österreichische Wirtschaft von Bedeutung sind.
Was ist das Zukunftsdepot?

Das Zukunftsdepot ist ein innovatives Sparmodell, das es Eltern ermöglicht, bis zu 5.000 Euro jährlich für ihre Kinder anzulegen. Diese Einzahlungen sind bis zum 18. Geburtstag des Kindes steuerfrei, was bedeutet, dass keine Kapitalertragsteuer anfällt. Dies stellt einen erheblichen Vorteil dar, da die Eltern so die Möglichkeit haben, ein finanzielles Polster für ihre Kinder aufzubauen, ohne dass sie durch Steuern belastet werden.
Das Konzept zielt darauf ab, den langfristigen Vermögensaufbau zu fördern und den Kindern eine solide finanzielle Grundlage zu bieten. Ab dem 18. Geburtstag können die Kinder dann auf das angesparte Geld zugreifen, um beispielsweise für eine Ausbildung, den Führerschein oder das erste Eigenheim zu sparen.
Hintergrund und Motivation
Die Idee des Zukunftsdepots kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema finanzielle Vorsorge in Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnt. Laut der Oesterreichischen Nationalbank verfügen die österreichischen Haushalte über ein Geldvermögen von rund 937 Milliarden Euro, wobei ein großer Teil konservativ angelegt ist. Mit dem Zukunftsdepot soll eine neue Möglichkeit geschaffen werden, um das Sparen und Investieren für die nächste Generation attraktiver zu gestalten.
Familienministerin Claudia Bauer betont, dass das Zukunftsdepot den Eltern helfen soll, ihren Kindern den bestmöglichen Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen. Die Maßnahme wird als ein Schritt in die richtige Richtung angesehen, um das Bewusstsein für die Chancen des Kapitalmarkts zu stärken und eine Aktienkultur in Österreich zu fördern.
Finanzielle Vorteile und Rendite
- Jährliche Einzahlung: bis zu 5.000 Euro pro Kind
- Steuerfreiheit bei Entnahme ab 18 Jahren
- Startdatum: 1. Januar 2027
Ein weiterer Vorteil des Zukunftsdepots ist die Möglichkeit, von den Renditen des Kapitalmarkts zu profitieren. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent pro Jahr könnten Eltern, die über einen Zeitraum von zehn Jahren monatlich 100 Euro einzahlen, am Ende mit einem Betrag von rund 17.300 Euro rechnen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig mit dem Sparen zu beginnen und die Vorteile des Zinseszinseffekts zu nutzen.
Zusätzlich können auch Geschenke von Verwandten, wie beispielsweise Geldgeschenke zu Geburtstagen oder Feiertagen, in das Zukunftsdepot eingezahlt werden. Dies könnte dazu führen, dass das angesparte Vermögen bis zum 18. Geburtstag erheblich wächst, was den Kindern eine noch bessere finanzielle Grundlage bietet.
Umsetzung und rechtliche Rahmenbedingungen
Die Umsetzung des Zukunftsdepots wird durch das Familienministerium in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium erfolgen. Es ist geplant, dass die teilnehmenden Banken keine Spesen oder Gebühren für die Führung des Depots erheben. Dies soll sicherstellen, dass die Eltern den vollen Betrag, den sie einzahlen, für den Vermögensaufbau ihrer Kinder nutzen können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die gesetzliche Absicherung des Modells. Kanzler Stocker hat betont, dass es notwendig ist, das Zukunftsdepot rechtlich zu verankern, um sicherzustellen, dass zukünftige Regierungen nicht an diesem wichtigen Instrument der finanziellen Vorsorge rütteln können.
Reaktionen aus der Finanzwelt
Die Reaktionen auf das Zukunftsdepot sind überwiegend positiv. Gerda Holzinger-Burgstaller, Chefin der Erste Bank Österreich, hat den Vorschlag begrüßt und betont, dass dies dem Thema der Vorsorge neuen Schwung verleihen wird. Auch Christoph Boschan, Chef der Wiener Börse, sieht das Zukunftsdepot als ein wichtiges Signal für die Entwicklung einer Aktienkultur in Österreich. Er hebt hervor, dass der lange Anlagehorizont bis zum 18. Geburtstag Marktschwankungen weniger relevant macht und somit eine stabilere Anlageform darstellt.
Die Einführung des Zukunftsdepots könnte auch dazu führen, dass mehr Menschen in Österreich beginnen, in den Kapitalmarkt zu investieren. Dies wäre nicht nur für die Familien von Vorteil, sondern könnte auch die gesamte Wirtschaft stärken, indem mehr Kapital in den Markt fließt.
Fazit

Das Zukunftsdepot von Bundeskanzler Christian Stocker stellt eine vielversprechende Möglichkeit dar, um die finanzielle Vorsorge für Kinder in Österreich zu verbessern. Mit der Möglichkeit, bis zu 5.000 Euro jährlich steuerfrei anzulegen, wird ein Anreiz geschaffen, frühzeitig für die Zukunft der Kinder zu sparen. Die positive Resonanz aus der Finanzwelt und die gesetzliche Absicherung des Modells zeigen, dass das Zukunftsdepot ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, um eine nachhaltige Aktienkultur in Österreich zu fördern.
Häufige Fragen
Was ist das Zukunftsdepot?
Wann tritt das Zukunftsdepot in Kraft?
Welche Vorteile bietet das Zukunftsdepot?
Wie wird das Zukunftsdepot umgesetzt?
Wie könnte das Zukunftsdepot die Aktienkultur in Österreich beeinflussen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Zukunftsdepot: Finanzielle Vorsorge für Kinder · Foto: Towfiqu barbhuiya / Pexels


