⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 10.09.2026
Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung der 13. AHV-Rente wird die Haushalte in der Schweiz unterschiedlich belasten. Eine neue Berechnung zeigt, wie viel jeder Haushalt zusätzlich zahlen muss.
- Die Mehrwertsteuer soll ab 2028 um 0,4 Prozentpunkte steigen.
- Die durchschnittliche Zusatzbelastung pro Haushalt beträgt 180 Franken jährlich.
- Reiche Haushalte zahlen deutlich mehr als Geringverdiener.
Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung der 13. AHV-Rente hat in der Schweiz für Diskussionen gesorgt. Am 29. November 2026 wird das Stimmvolk über die Erhöhung des Normalsatzes um 0,4 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent entscheiden. Diese Maßnahme soll jährlich zusätzliche Einnahmen von etwa 1,5 Milliarden Franken in die AHV-Kasse spülen. Doch wie wirkt sich diese Erhöhung konkret auf die Haushalte aus?
Was ist die 13. AHV-Rente?

Die 13. AHV-Rente ist ein neuer Zuschlag, der erstmals im Dezember 2026 an alle Bezüger von Altersrenten in der Schweiz ausgezahlt wird. Sie entspricht einem Zwölftel der Summe der während des Jahres ausgerichteten Altersrenten. Diese zusätzliche Rente wurde durch die Volksinitiative „Für ein besseres Leben im Alter“ eingeführt, die im März 2024 angenommen wurde. Die Einführung dieser Rente ist ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der finanziellen Situation von Rentnern in der Schweiz.
Wie wird die 13. AHV-Rente finanziert?
Die Finanzierung der 13. AHV-Rente erfolgt durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Der Normalsatz soll ab 2028 um 0,4 Prozentpunkte steigen, während der Sondersatz für die Hotellerie von 3,8 auf 4 Prozent angehoben wird. Der reduzierte Satz für Güter des täglichen Bedarfs bleibt jedoch unverändert bei 2,6 Prozent. Diese Maßnahme wurde vom Parlament beschlossen, um die finanziellen Mittel für die AHV zu sichern, die in den kommenden Jahren stark ansteigen werden.
Wie hoch ist die Belastung pro Haushalt?
Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat berechnet, dass die durchschnittliche Zusatzbelastung durch die Mehrwertsteuererhöhung bei etwa 180 Franken pro Jahr liegt, was rund 15 Franken pro Monat entspricht. Diese Belastung variiert jedoch stark je nach Haushaltseinkommen. Haushalte mit einem monatlichen Einkommen von bis zu 4600 Franken müssen im Schnitt nur 7 Franken zusätzlich zahlen, während Haushalte mit einem Einkommen von über 13.400 Franken mit einer Belastung von etwa 28 Franken pro Monat rechnen müssen.
Wer zahlt mehr an die AHV?
- Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte auf 8,5%
- Zusätzliche Einnahmen von 1,5 Milliarden Franken jährlich für die AHV
- Durchschnittliche Zusatzbelastung pro Haushalt: 180 Franken jährlich
Die Verteilung der Mehrwertsteuerbelastung zeigt, dass wohlhabendere Haushalte deutlich mehr zur Finanzierung der 13. AHV-Rente beitragen. Dies liegt daran, dass Gutverdienende tendenziell mehr konsumieren, insbesondere bei Luxusgütern und Dienstleistungen. Im Gegensatz dazu sind die zusätzlichen Kosten für Geringverdiener relativ gering, was die soziale Gerechtigkeit in der Finanzierung der AHV-Rente unterstützt.
Was sind die langfristigen finanziellen Auswirkungen?
Die Einführung der 13. AHV-Rente wird die jährlichen Ausgaben der AHV erheblich erhöhen. Im Jahr 2026 werden etwa 4,2 Milliarden Franken benötigt, um die Rente auszuzahlen, und diese Summe wird bis 2040 voraussichtlich auf 5,4 Milliarden Franken ansteigen. Die zusätzliche Finanzierung durch die Mehrwertsteuer wird daher entscheidend sein, um die finanzielle Stabilität der AHV langfristig zu gewährleisten.
Abstimmung und politische Diskussionen
Die Abstimmung über die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist für den 29. November 2026 angesetzt. Diese Entscheidung wird nicht nur die finanzielle Zukunft der AHV beeinflussen, sondern auch die politische Landschaft in der Schweiz prägen. Die Diskussionen im Parlament waren von intensiven Debatten geprägt, da verschiedene Parteien unterschiedliche Ansichten zur Finanzierung der AHV-Rente hatten. Während einige eine Erhöhung der Lohnbeiträge forderten, setzte sich letztendlich die Mehrwertsteuererhöhung durch.
Fazit

Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung der 13. AHV-Rente wird die Haushalte in der Schweiz unterschiedlich belasten. Während wohlhabendere Haushalte mehr zur Finanzierung beitragen, bleibt die Belastung für Geringverdiener relativ gering. Die Abstimmung im November wird entscheidend sein, um die finanzielle Zukunft der AHV und die soziale Sicherheit der Rentner in der Schweiz zu sichern.
Häufige Fragen
Was ist die 13. AHV-Rente?
Wie wird die 13. AHV-Rente finanziert?
Wie hoch ist die Belastung durch die Mehrwertsteuererhöhung?
Wer zahlt mehr an die AHV?
Wann findet die Abstimmung über die Mehrwertsteuererhöhung statt?
Quellen: Google News
Symbolbild: Belastung durch die Mehrwertsteuer für die AHV-Rente · Foto: SHVETS production / Pexels


