⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 06.09.2026
Die Bundesregierung hat am 2. September 2026 eine wichtige Änderung für Minijobs beschlossen, die ab dem 1. Januar 2027 in Kraft tritt. Die Erhöhung der Pauschalsteuer von 2 auf 5 Prozent könnte weitreichende Auswirkungen auf Rentner und die Wirtschaft haben.
- Bundeskabinett billigt Erhöhung der Pauschalsteuer
- Minijob-Verdienstgrenze steigt auf 633 Euro
- Rentner können weiterhin unbegrenzt hinzuverdienen
Am 2. September 2026 hat das Bundeskabinett einen entscheidenden Schritt zur Reform der Minijobs beschlossen. Die geplante Erhöhung der Pauschalsteuer von 2 auf 5 Prozent wird ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten. Diese Maßnahme betrifft insbesondere Rentner, die neben ihrer Altersrente einen Minijob ausüben, und könnte weitreichende Auswirkungen auf ihre finanzielle Situation haben.
Was ist die neue Pauschalsteuer für Minijobs?

Die Pauschalsteuer, die Arbeitgeber für Minijobs abführen müssen, wird von derzeit 2 Prozent auf 5 Prozent angehoben. Diese Steuer umfasst die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Die Erhöhung ist Teil des Entwurfs zum Einkommensteuerreformgesetz 2027, das noch durch den Bundestag und den Bundesrat genehmigt werden muss. Die endgültige Verabschiedung steht also noch aus, aber die Zustimmung des Bundeskabinetts ist ein wichtiger Schritt in diesem Prozess.
Wie wirkt sich die Steuererhöhung auf Rentner aus?
Für Rentner, die einen Minijob ausüben, bedeutet die Erhöhung der Pauschalsteuer nicht automatisch, dass weniger Geld auf ihrem Konto landet. Entscheidend ist, ob der Arbeitgeber die Pauschsteuer übernimmt oder ob diese vom vereinbarten Bruttolohn abgezogen wird. Wenn der Arbeitgeber die Steuer zusätzlich zum Lohn zahlt, bleibt das Nettoeinkommen unverändert. Sollte die Steuer jedoch vom Bruttolohn abgezogen werden, könnte dies zu einer spürbaren Minderung des Einkommens führen.
Die Verdienstgrenze für Minijobs
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reform ist die Erhöhung der Verdienstgrenze für Minijobs. Diese wird zum 1. Januar 2027 von 603 Euro auf 633 Euro pro Monat angehoben. Diese Anpassung erfolgt aufgrund des Anstiegs des gesetzlichen Mindestlohns, der von 13,90 Euro auf 14,60 Euro pro Stunde steigt. Die neue Verdienstgrenze ermöglicht es Minijobbern, mehr zu verdienen, ohne die steuerlichen Vorteile eines Minijobs zu verlieren.
Unbegrenztes Hinzuverdienen für Rentner
- Pauschalsteuer auf Minijobs steigt von 2 auf 5 Prozent
- Änderung tritt am 1. Januar 2027 in Kraft
- Verdienstgrenze für Minijobs erhöht sich auf 633 Euro
Ein positiver Aspekt der Reform ist, dass Rentner weiterhin unbegrenzt hinzuverdienen können, ohne dass ihre gesetzliche Altersrente gekürzt wird. Dies ist besonders wichtig für viele Rentner, die auf zusätzliche Einkünfte angewiesen sind, um ihren Lebensstandard zu halten. Die Möglichkeit, einen Minijob auszuüben, bleibt also bestehen, auch wenn sich die steuerlichen Rahmenbedingungen ändern.
Prüfung der Arbeitsverträge
Rentner sollten ihre Arbeitsverträge und die erste Abrechnung für Januar 2027 sorgfältig prüfen. Es ist wichtig zu klären, ob die Pauschsteuer vom Arbeitgeber getragen wird oder ob sie vom Bruttolohn abgezogen wird. Diese Informationen sind entscheidend, um die finanziellen Auswirkungen der Steuererhöhung richtig einschätzen zu können. Arbeitgeber sind verpflichtet, diese Informationen transparent zu kommunizieren.
Auswirkungen auf die Wirtschaft
Die Erhöhung der Pauschalsteuer könnte auch Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Arbeitgeber müssen mit höheren Kosten rechnen, was möglicherweise dazu führen könnte, dass sie weniger Minijobs anbieten oder die Arbeitsbedingungen anpassen. Dies könnte insbesondere in Branchen, die stark auf Minijobber angewiesen sind, zu Veränderungen führen. Die Bundesregierung verfolgt mit dieser Reform das Ziel, die Steuerlast gerechter zu verteilen, jedoch bleibt abzuwarten, wie sich dies auf den Arbeitsmarkt auswirken wird.
Fazit

Die geplante Erhöhung der Pauschalsteuer auf Minijobs und die Anpassung der Verdienstgrenze sind bedeutende Änderungen, die ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten sollen. Rentner, die einen Minijob ausüben, sollten sich über die neuen Regelungen informieren und ihre Arbeitsverträge überprüfen, um mögliche finanzielle Einbußen zu vermeiden. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt werden ebenfalls genau zu beobachten sein, da die Reform sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.
Häufige Fragen
Was ist die neue Pauschalsteuer für Minijobs?
Wie wirkt sich die Steuererhöhung auf Rentner aus?
Was passiert mit der Verdienstgrenze für Minijobs?
Können Rentner weiterhin Minijobs ausüben?
Wie sollten Rentner auf die Änderungen reagieren?
Quellen: Google News
Symbolbild: Rentner im Minijob: Steueränderungen 2027 · Foto: RDNE Stock project / Pexels


