⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.09.2026
Am 30. September 2026 erfolgt der automatische Austausch von Finanzkontendaten zwischen Deutschland und zahlreichen Staaten. Besonders Rentner sollten sich auf die Meldung ihrer Auslandskonten vorbereiten.
- Automatischer Datenaustausch am 30. September
- Betroffen sind Rentner mit Auslandskonten
- Keine automatische Steuernachzahlung, aber Abgleich mit Steuererklärungen
Am 30. September 2026 wird es für viele Rentner in Deutschland ernst: An diesem Tag erfolgt der automatische Austausch von Finanzkontendaten zwischen Deutschland und zahlreichen Staaten. Besonders betroffen sind Rentner, die im Ausland Konten, Depots oder bestimmte Versicherungsverträge unterhalten. Diese Meldung betrifft insbesondere die Daten des Jahres 2025 und könnte für viele Rentner weitreichende Folgen haben.
Was geschieht am 30. September 2026?

Der 30. September 2026 markiert einen wichtigen Termin im Kalender vieler Rentner. An diesem Tag werden die Finanzinstitute in Deutschland die Daten ihrer Kunden, die im Ausland Konten führen, an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) übermitteln. Diese Informationen werden dann an die zuständigen Finanzämter weitergeleitet. Der Austausch erfolgt im Rahmen des sogenannten Common Reporting Standard (CRS), einem internationalen Abkommen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung.
Die Meldung umfasst eine Vielzahl von Finanzprodukten, darunter Giro-, Spar- und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Wertpapierdepots sowie fondsgebundene Konten und bestimmte Versicherungsverträge. Die übermittelten Daten beinhalten nicht nur den Kontostand, sondern auch Informationen über Zinsen, Dividenden und andere Erträge, die auf diesen Konten erzielt wurden.
Wer ist betroffen?
Betroffen von dieser Regelung sind vor allem Rentner, die steuerlich in Deutschland ansässig sind und im Ausland Konten oder Depots besitzen. Viele Rentner haben möglicherweise noch Konten aus früheren Beschäftigungen im Ausland oder unterhalten Konten für Immobilien, die sie im Ausland erworben haben. Diese Konten können nun in den Fokus der Finanzämter geraten, was für die Betroffenen von Bedeutung ist.
Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle Rentner automatisch von einer Steuernachzahlung betroffen sind. Der Datenaustausch dient in erster Linie dem Abgleich mit bereits eingereichten Steuererklärungen. Das bedeutet, dass Rentner, die ihre Einkünfte korrekt in ihrer Steuererklärung angegeben haben, in der Regel keine Probleme zu erwarten haben.
Welche Informationen werden übermittelt?
- Datum: 30. September 2026
- Meldung: Finanzkonten aus dem Jahr 2025
- Betroffene: Rentner mit Auslandskonten
Die übermittelten Informationen sind umfangreich und beinhalten unter anderem:
- Name und Anschrift des Kontoinhabers
- Steueridentifikationsnummer
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Kontonummer und Art des Kontos
- Kontostand zum Ende des Jahres
- Bruttozinsen, Dividenden und andere Erträge
Diese Daten ermöglichen es den Finanzämtern, die Angaben in den Steuererklärungen der Rentner zu überprüfen. Bei Abweichungen können die Betroffenen mit einer Sachverhaltsaufklärung rechnen, was zusätzliche Fragen aufwerfen kann.
Was bedeutet das für die Steuererklärung?
Für Rentner, die im Ausland Konten führen, ist es entscheidend, sich rechtzeitig auf die bevorstehenden Meldungen vorzubereiten. Die Meldung der Konten an das Finanzamt bedeutet nicht automatisch, dass die Rentner Steuern nachzahlen müssen. Vielmehr dient der Austausch dazu, sicherzustellen, dass alle relevanten Einkünfte in den Steuererklärungen angegeben werden.
Es ist ratsam, die eigenen Finanzunterlagen zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle ausländischen Einkünfte korrekt in der Steuererklärung aufgeführt sind. Wer dies versäumt, könnte mit Nachzahlungen oder sogar strafrechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden.
Hinweis für Rentner mit Auslandskonten
Die finale Staatenaustauschliste des Bundesfinanzministeriums umfasst 118 Staaten und Gebiete, darunter beliebte Reiseziele wie Österreich, die Schweiz, Frankreich und Spanien. Rentner, die in diesen Ländern Konten führen, sollten besonders aufmerksam sein.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der automatische Austausch von Finanzkontendaten am 30. September 2026 für viele Rentner von großer Bedeutung ist. Die Meldung betrifft insbesondere Rentner mit Auslandskonten und kann weitreichende Folgen für die Steuererklärung haben. Es ist ratsam, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen und sicherzustellen, dass alle relevanten Einkünfte korrekt angegeben werden. So können unangenehme Überraschungen vermieden werden.
Häufige Fragen
Was wird am 30. September 2026 gemeldet?
Welche Informationen werden übermittelt?
Muss ich Steuern nachzahlen?
Was passiert bei Abweichungen in der Steuererklärung?
Sind deutsche Konten betroffen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Rentner prüfen ihre Finanzen für die Steuererklärung. · Foto: Vitaly Gariev / Pexels


