⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 30.06.2026
Der Postbank Wohnatlas 2026 prognostiziert einen langfristigen Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland. Besonders Eigentumswohnungen im Bestand könnten von diesem Trend profitieren.
- Immobilienpreise steigen nach drei Jahren Rückgang wieder.
- Leipzig führt mit dem höchsten prognostizierten Preiswachstum.
- Schleswig-Holstein, Berlin und Bayern zeigen ebenfalls starke Zuwächse.
Der Postbank Wohnatlas 2026 hat kürzlich seine umfassende Analyse zur Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland veröffentlicht. Nach drei Jahren stagnierender oder fallender Preise zeigen die aktuellen Daten, dass die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand bis 2035 im Durchschnitt um 0,41 Prozent jährlich steigen werden. Diese positive Entwicklung ist besonders relevant für Investoren und Käufer, die in einem sich stabilisierenden Markt nach Wertzuwächsen suchen.
Was ist der Postbank Wohnatlas 2026?

Der Postbank Wohnatlas ist eine jährliche Studie, die die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland detailliert analysiert. Die aktuelle Ausgabe, die im Auftrag der Postbank vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) erstellt wurde, untersucht die Preisentwicklung in 400 Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Ergebnisse zeigen, dass die sozio-ökonomische Lage, einschließlich wirtschaftlicher Stärke und demografischer Entwicklung, entscheidend für die zukünftige Wertentwicklung von Immobilien ist.
Die Studie hebt hervor, dass insbesondere in Regionen, in denen die Bevölkerung wächst und Arbeitsplätze entstehen, die Preise für Bestandswohnungen gute Aussichten auf weitere Wertzuwächse haben. Dies ist ein wichtiger Aspekt für Anleger, die auf der Suche nach stabilen Investitionen sind.
Aktuelle Trends auf dem Immobilienmarkt
Die Immobilienpreise in Deutschland haben im Jahr 2025 leicht angezogen, was einen Wendepunkt nach mehreren Jahren des Rückgangs darstellt. Im Durchschnitt stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand real um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist ein ermutigendes Zeichen für Käufer und Investoren, die in einem sich stabilisierenden Markt agieren möchten.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Nachfrage nach Immobilien wieder ansteigt, da sich viele Kaufinteressierte auf das neue Zinsumfeld eingestellt haben. Gleichzeitig bleibt das Angebot aufgrund der geringen Bautätigkeit knapp, was die Preisentwicklung weiter antreibt. Diese Faktoren sind entscheidend für die zukünftige Stabilität und das Wachstum des Immobilienmarktes.
Regionale Unterschiede in der Preisentwicklung
- Prognose: Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen bis 2035 um 0,41% jährlich.
- Höchster Anstieg in Schleswig-Holstein mit 0,8% pro Jahr.
- Leipzig erwartet 1,9% jährliches Preiswachstum bis 2035.
Die Prognosen des HWWI zeigen, dass die Preissteigerungen regional sehr unterschiedlich ausfallen werden. Schleswig-Holstein wird voraussichtlich den größten Anstieg der realen Kaufpreise erleben, mit einem jährlichen Zuwachs von 0,8 Prozent. Auch Berlin und Bayern folgen mit einem Anstieg von knapp über 0,6 Prozent.
Im Gegensatz dazu wird in ländlichen Regionen, insbesondere in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Teilen von Sachsen, mit sinkenden Preisen gerechnet. Diese Entwicklung ist vor allem auf die demografischen Veränderungen und die zu erwartenden Bevölkerungsrückgänge in diesen Gebieten zurückzuführen. Käufer sollten sich dieser regionalen Unterschiede bewusst sein, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Leipzig: Ein Hotspot für Immobilieninvestitionen
Ein herausragendes Beispiel für eine Stadt mit starkem Wachstum ist Leipzig. Die Prognosen zeigen, dass die Bevölkerung bis 2035 um 5,6 Prozent</strong wachsen wird, während die Anzahl der Personen im erwerbstätigen Alter jährlich um 0,5 Prozent zunimmt. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach Wohnraum und einem prognostizierten jährlichen Preiswachstum von 1,9 Prozent bis 2035.
Der durchschnittliche Kaufpreis für Eigentumswohnungen in Leipzig liegt derzeit bei 3.205 Euro pro Quadratmeter, was im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland noch moderat ist. Diese Kombination aus moderaten Preisen und starkem Wachstum macht Leipzig zu einem attraktiven Ziel für Immobilieninvestoren.
Immobilien als Teil der Altersvorsorge
Die Bedeutung von Immobilien als Teil der privaten Altersvorsorge wird in der aktuellen Marktsituation immer deutlicher. Angesichts der steigenden Preise in vielen Regionen und der stabilen Nachfrage sind Immobilien nach wie vor ein wichtiger Baustein für die Vermögensbildung. Insbesondere in wachsenden Städten wie Leipzig oder in wirtschaftlich starken Regionen wie Schleswig-Holstein können Immobilieninvestitionen langfristig hohe Renditen abwerfen.
Die Kombination aus stabilen Mieteinnahmen und potenziellen Wertsteigerungen macht Immobilien zu einer attraktiven Anlageform, insbesondere in Zeiten von Inflation und unsicheren Finanzmärkten. Anleger sollten jedoch auch die Risiken im Blick behalten, die mit Immobilieninvestitionen verbunden sind, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo die Preise möglicherweise stagnieren oder sinken.
Fazit: Chancen auf Wertzuwachs im Immobilienmarkt

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Postbank Wohnatlas 2026 eine positive Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland prognostiziert. Besonders in wachsenden Städten und wirtschaftlich starken Regionen sind die Aussichten auf Wertzuwächse vielversprechend. Käufer und Investoren sollten jedoch die regionalen Unterschiede und die aktuellen Marktbedingungen berücksichtigen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. In einem sich stabilisierenden Markt bieten Immobilien nach wie vor Chancen für eine erfolgreiche Vermögensbildung und Altersvorsorge.
Häufige Fragen
Was zeigt der Postbank Wohnatlas 2026?
Welche Regionen profitieren am meisten?
Wie beeinflussen Zinsen und Inflation den Immobilienmarkt?
Sind Immobilien eine gute Altersvorsorge?
Was sind die Risiken beim Immobilienkauf?
Quellen: Google News
Symbolbild: Chancen auf Wertzuwachs im Immobilienmarkt · Foto: Artful Homes / Pexels


