⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 08.06.2026
Die Steuererklärung 2026 bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Geld vom Finanzamt zurückzuholen. Experten geben wertvolle Tipps, wie Steuerzahler ihre Erstattung maximieren können.
- Bis zu 5.200 Euro Steuerersparnis möglich.
- Homeoffice-Pauschale von bis zu 1.260 Euro.
- Pendler profitieren von erhöhter Entfernungspauschale.
Die Steuererklärung 2026 steht vor der Tür und bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Geld vom Finanzamt zurückzuholen. Viele Steuerzahler sind sich jedoch nicht bewusst, welche Abzüge und Pauschalen ihnen zustehen. Steuerexpertin Maike Richterstetter von Taxfix erklärt, wie Sie Ihre Steuerlast senken und von den neuen Regelungen profitieren können.
Was ist die Steuererklärung 2026?

Die Steuererklärung 2026 ist die jährliche Pflicht für viele Arbeitnehmer in Deutschland, um ihre Einkünfte und Ausgaben dem Finanzamt zu melden. Sie bietet die Möglichkeit, zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückzufordern. Im Jahr 2026 gibt es einige Änderungen, die sich auf die Steuerlast auswirken können. Dazu gehören der erhöhte Grundfreibetrag, die Anpassung des Kindergeldes und die Erhöhung der Entfernungspauschale.
Wichtige Änderungen für 2026
Für das Steuerjahr 2026 wurde der Grundfreibetrag auf 12.348 Euro angehoben. Dies bedeutet, dass Einkommen bis zu dieser Grenze steuerfrei bleibt. Für Familien ist das erhöhte Kindergeld von 259 Euro pro Kind und Monat von Bedeutung. Zudem wird die Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer auf 38 Cent erhöht, was Pendler besonders entlastet.
Wie können Sie Geld vom Finanzamt zurückholen?
Um Geld vom Finanzamt zurückzuholen, sollten Steuerzahler alle möglichen Abzüge und Pauschalen in ihrer Steuererklärung angeben. Dazu gehören unter anderem Werbungskosten, Sonderausgaben und haushaltsnahe Dienstleistungen. Laut Richterstetter können Steuerzahler bis zu 5.200 Euro Steuerersparnis pro Jahr erzielen, wenn sie alle Hebel richtig nutzen.
Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen
Ein oft übersehener Bereich sind haushaltsnahe Dienstleistungen. Dazu zählen Putzkräfte, Gartenpflege oder Babysitter. Steuerzahler können 20 Prozent der Kosten für diese Dienstleistungen von der Steuerschuld abziehen, maximal jedoch 4.000 Euro pro Jahr. Auch Handwerkerleistungen sind absetzbar: Hier können 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten abgezogen werden, bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro jährlich.
Der Geheimtipp für Mieter
- Grundfreibetrag 2026: 12.348 Euro
- Kindergeld 2026: 259 Euro pro Kind und Monat
- Entfernungspauschale: 38 Cent ab dem ersten Kilometer
Mieter sollten besonders auf ihre Nebenkostenabrechnung achten. Oft verstecken sich dort Posten, die als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen absetzbar sind. Dazu gehören beispielsweise Treppenhausreinigung oder Wartungskosten. Mieter können auf Anfrage eine detaillierte Aufschlüsselung der Nebenkosten von ihrem Vermieter verlangen, um diese Beträge geltend zu machen.
Homeoffice-Pauschale nutzen
Die Homeoffice-Pauschale ist eine weitere Möglichkeit, um die Steuerlast zu senken. Seit 2023 können Arbeitnehmer pro Arbeitstag im Homeoffice 6 Euro absetzen, maximal jedoch 1.260 Euro im Jahr. Diese Pauschale gilt auch für Arbeitstage, die nicht in einem separaten Arbeitszimmer verbracht werden. Dies erleichtert vielen Arbeitnehmern die Steuererklärung erheblich.
Energetische Sanierung und weitere Abzüge
Für Eigentümer von Immobilien gibt es zusätzliche Möglichkeiten zur Steuerersparnis. Wer energetische Sanierungen durchführt, kann bis zu 40.000 Euro über drei Jahre steuerlich absetzen. Dies gilt für Maßnahmen wie den Austausch von Fenstern oder die Dämmung von Gebäuden. Wichtig ist, dass das Gebäude seit mindestens zehn Jahren fertiggestellt ist und keine staatlichen Förderungen für dieselbe Maßnahme beantragt wurden.
Tipps zur Vorbereitung der Steuererklärung
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für eine erfolgreiche Steuererklärung. Steuerzahler sollten alle relevanten Belege sammeln und diese ordentlich sortieren. Dazu gehören Rechnungen für Handwerker, Nachweise über haushaltsnahe Dienstleistungen und Belege für Werbungskosten. Richterstetter empfiehlt, die Belege zusammen mit den Kontoauszügen aufzubewahren, um eine klare Zuordnung zu gewährleisten.
Fazit

Die Steuererklärung 2026 bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Geld vom Finanzamt zurückzuholen. Durch die Nutzung von Abzügen und Pauschalen können Steuerzahler ihre Steuerlast erheblich senken. Es lohnt sich, die verschiedenen Optionen zu prüfen und alle relevanten Belege sorgfältig zu sammeln. So steht einer möglichen Rückerstattung von mehreren hundert Euro nichts im Wege.
Häufige Fragen
Was ist der Grundfreibetrag für 2026?
Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale?
Welche Ausgaben kann ich als Werbungskosten absetzen?
Wie funktioniert die Pendlerpauschale?
Wann ist die Abgabefrist für die Steuererklärung 2026?
Quellen: Google News
Symbolbild: Steuererklärung 2026: Tipps zur Rückerstattung · Foto: Arjunn. la / Pexels


