⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 02.09.2026
Rund 2.500 Unternehmen haben sich am 1. September 2026 zum neuen Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ zusammengeschlossen, um ein starkes Zeichen für Demokratie und Weltoffenheit zu setzen.
- Verein fördert Demokratie und Weltoffenheit.
- Wirtschaft benötigt Fachkräfte aus dem Ausland.
- Unternehmen positionieren sich klar gegen Rechtsextremismus.
Am 1. September 2026 wurde in Berlin der Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ gegründet, der sich aus rund 2.500 Unternehmen zusammensetzt. Diese Initiative zielt darauf ab, die Bemühungen der Wirtschaft für Demokratie und Weltoffenheit zu bündeln. Die Vorständin des Vereins, Sylvia Pfefferkorn, betont, dass Weltoffenheit und Demokratieförderung keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sind.
Was ist der Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“?

Der Verein wurde ins Leben gerufen, um eine strukturierte Vernetzung unternehmerischer Initiativen zu schaffen, die sich für demokratische Werte und Vielfalt einsetzen. Die Mitglieder des Vereins sind sich einig, dass die Förderung dieser Werte nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung ist. In Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit ist es für Unternehmen entscheidend, sich klar zu positionieren und Verantwortung zu übernehmen.
Die Gründung des Vereins ist ein starkes Signal für die Bedeutung von Weltoffenheit und Demokratie in der deutschen Wirtschaft. Die Mitglieder sind überzeugt, dass eine starke Demokratie auch wirtschaftliche Stabilität sichert. Dies wird besonders relevant, wenn man die aktuellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft betrachtet, die unter anderem durch Inflation und Fachkräftemangel geprägt sind.
Die Rolle der Unternehmen in der Demokratie
Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle bei der Stärkung demokratischer Werte in der Gesellschaft. Sylvia Pfefferkorn hebt hervor, dass Unternehmer Zugang zu Gruppen haben, die oft über andere Kanäle nicht erreicht werden können. Dies ermöglicht es ihnen, aktiv zur Förderung von Demokratie und Weltoffenheit beizutragen.
Die Mitglieder des Vereins sind sich einig, dass eine offene Einwanderungspolitik nicht nur dem Fachkräftemangel entgegenwirkt, sondern auch zur gesellschaftlichen Vielfalt beiträgt. In einem Land, in dem die demografische Entwicklung eine Herausforderung darstellt, ist es wichtig, dass Unternehmen sich für eine attraktive Einwanderungspolitik einsetzen, um talentierte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen.
Positionierung gegen Rechtsextremismus
- Gründung des Vereins: 01.09.2026
- Mitglieder: 2.500 Unternehmen
- Initiatorin: Sylvia Pfefferkorn
- Ziel: Förderung von Demokratie und Weltoffenheit
- Positionierung gegen die AfD
Der Verein positioniert sich klar gegen die AfD und deren Wahlprogramm, das als schädlich für die Demokratie angesehen wird. Die Mitglieder sind der Meinung, dass eine neutrale Haltung in der aktuellen politischen Landschaft Teil des Problems ist. „Unternehmen sind keine neutralen Räume“, betont der Verein. Diskriminierung und Ausgrenzung gefährden nicht nur das Betriebsklima, sondern auch die wirtschaftliche Leistung.
Politiker wie der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther haben die Gründung des Vereins als wichtiges Signal gewürdigt. Er sieht in der Initiative eine Bestätigung dafür, dass die demokratische Mitte der Gesellschaft zusammensteht und dass für Rechtsextremismus kein Platz sein darf. Günther betont, dass Demokratie lebt, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und sich sichtbar für ihre Werte einsetzen.
Fachkräftemangel und Einwanderungspolitik
Ein zentrales Anliegen des Vereins ist die Förderung eines modernen Einwanderungsrechts. Die deutsche Wirtschaft benötigt dringend zugewanderte Fachkräfte, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Der Verein kritisiert die derzeitige Einwanderungspolitik und fordert eine Reform, um Deutschland als attraktives Einwanderungsland zu positionieren.
Bärbel Boy, eine weitere Vorständin des Vereins, weist darauf hin, dass Deutschland aktuell nicht attraktiv genug für Wissenschaftler und Fachkräfte sei. Es gibt Menschen, die besorgt sind, ihre Kinder auf den Schulweg zu schicken, von denen der Verein jedoch gerne möchte, dass sie in Deutschland arbeiten. Diese Bedenken müssen ernst genommen werden, um eine positive Einwanderungspolitik zu fördern.
Wirtschaftliche Resilienz durch Weltoffenheit
Die Mitglieder des Vereins sind sich einig, dass Weltoffenheit die Grundlage für wirtschaftliche Resilienz und Standortsicherung ist. In Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit ist es entscheidend, dass Unternehmen klare Positionen beziehen und sich für die Werte einsetzen, die eine stabile und vielfältige Gesellschaft fördern. Die Initiative zeigt, dass Unternehmen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine offene Gesellschaft einzusetzen.
Das Engagement des Vereins wird unter anderem durch das Edelman Trust Barometer 2026 gestützt, das zeigt, dass 74 Prozent der Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber vertrauen. Im Vergleich dazu vertrauen nur 48 Prozent der Wirtschaft insgesamt und 46 Prozent den Medien. Diese Zahlen verdeutlichen die Verantwortung, die Unternehmen tragen, um das Vertrauen in demokratische Werte zu stärken.
Fazit

Die Gründung des Vereins „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ stellt einen bedeutenden Schritt für die deutsche Wirtschaft dar. Mit der Unterstützung von Politikern wie Daniel Günther wird ein starkes Signal für Demokratie und Weltoffenheit gesetzt. Die Initiative zeigt, dass Unternehmen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine offene Gesellschaft einzusetzen. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheit und Fachkräftemangel Herausforderungen darstellen, ist es entscheidend, dass die Wirtschaft klare Positionen bezieht und sich für die Werte einsetzt, die eine stabile und vielfältige Gesellschaft fördern.
Häufige Fragen
Was ist der Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“?
Warum ist der Verein wichtig für die deutsche Wirtschaft?
Wie positioniert sich der Verein zur AfD?
Wer sind die Initiatoren des Vereins?
Wie wird das Engagement des Vereins von der Politik wahrgenommen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Unternehmen setzen sich für Demokratie ein · Foto: Edmond Dantès / Pexels


