⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 09.06.2026
Die Kombination aus Sonderabschreibung und degressiver AfA im Wohnungsbau ermöglicht es Investoren, bis zu 55.000 Euro an Steuern zu sparen. Diese steuerlichen Vorteile sind besonders relevant in der aktuellen Marktsituation.
- Sonderabschreibung und degressive AfA bieten hohe steuerliche Vorteile.
- Investoren können bis zu 55.000 Euro sparen.
- KfW-Förderungen unterstützen den Neubau und die Umwandlung von Gewerbeimmobilien.
Die aktuelle Situation im Wohnungsbau ist geprägt von Herausforderungen, doch gleichzeitig bieten neue steuerliche Regelungen erhebliche Vorteile für Investoren. Insbesondere die Kombination aus Sonderabschreibung und degressiver AfA ermöglicht es, bis zu 55.000 Euro an Steuern zu sparen. Diese Maßnahmen sind besonders relevant in Zeiten, in denen die Branche mit einem Rückgang bei Fertigstellungen und einem sinkenden Transaktionsvolumen konfrontiert ist.
Was sind Sonderabschreibung und degressive AfA?

Die Sonderabschreibung nach § 7b EStG und die degressive AfA sind zwei steuerliche Instrumente, die speziell für den Wohnungsbau entwickelt wurden. Die Sonderabschreibung ermöglicht es Investoren, in den ersten vier Jahren nach der Fertigstellung eines Neubaus jährlich 5% der Anschaffungskosten zusätzlich abzuschreiben. Diese Regelung gilt für Neubauten, die zwischen dem 1. Oktober 2023 und dem 30. September 2029 fertiggestellt werden.
Die degressive AfA hingegen erlaubt eine schnellere Abschreibung in den ersten Jahren. Hierbei können im ersten Jahr 5% der Investitionskosten steuerlich geltend gemacht werden, gefolgt von weiteren 5% des Restwertes in den folgenden Jahren. Diese Methode spiegelt den tatsächlichen Wertverzehr von Wohngebäuden besser wider, da neue Technologien oft schneller veralten.
Wie funktioniert die Kombination beider Abschreibungen?
Die Kombination aus Sonderabschreibung und degressiver AfA wird von vielen Projektentwicklern und Investoren als besonders vorteilhaft angesehen. Bei einem Gebäudewert von 400.000 Euro im QNG-Standard (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) können so über 55.000 Euro an Steuern gespart werden. Diese steuerlichen Vorteile stabilisieren den Cashflow in einer schwierigen Marktphase und machen Neubauprojekte attraktiver.
Ein Beispiel aus Nufringen zeigt, dass Neubauten im QNG-Standard bei 6.000 Euro pro Quadratmeter starten, zusätzlich unterstützt durch KfW-Förderungen von bis zu 150.000 Euro. Diese Förderungen sind entscheidend, um die Rentabilität von Neubauprojekten zu sichern und Investoren zu ermutigen, in den Wohnungsbau zu investieren.
Welche Voraussetzungen gelten für die Inanspruchnahme?
- Steuerersparnis: bis zu 55.000 Euro
- Bauzeitraum: 1. Oktober 2023 bis 30. September 2029
- KfW-Förderung: bis zu 150.000 Euro
Um die degressive AfA und die Sonderabschreibung in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der Baubeginn des Wohngebäudes muss zwischen dem 1. Oktober 2023 und dem 30. September 2029 liegen. Dies bedeutet, dass auch Projekte, die bereits genehmigt, aber noch nicht begonnen wurden, von diesen Regelungen profitieren können.
Zusätzlich müssen die Baukosten für die Neubauten eine Obergrenze von 5.200 Euro pro Quadratmeter einhalten. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die steuerlichen Vorteile gezielt für die Schaffung von neuem Wohnraum genutzt werden und nicht für die Sanierung oder den Erwerb von Bestandsimmobilien.
Welche Rolle spielt die KfW-Förderung?
Die KfW-Förderung spielt eine zentrale Rolle im aktuellen Wohnungsbau. Das KfW-Programm 266 fördert nicht nur den Neubau, sondern auch die Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnungen. Das Gesamtbudget für dieses Programm beträgt 300 Millionen Euro, wobei Zuschüsse von bis zu 30% der förderfähigen Kosten gewährt werden können. Dies kann für Investoren einen maximalen Zuschuss von 30.000 Euro pro Wohneinheit bedeuten, der nicht zurückgezahlt werden muss.
Diese Förderungen sind besonders wichtig, um den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und die Bauwirtschaft zu stabilisieren. Die Kombination aus KfW-Förderungen und steuerlichen Abschreibungen bietet Investoren eine attraktive Möglichkeit, ihre Projekte finanziell abzusichern.
Fazit

Die aktuellen steuerlichen Regelungen im Wohnungsbau, insbesondere die Kombination aus Sonderabschreibung und degressiver AfA, bieten Investoren erhebliche Vorteile. Mit der Möglichkeit, bis zu 55.000 Euro an Steuern zu sparen, wird der Neubau von Wohnraum nicht nur gefördert, sondern auch für Investoren attraktiver. In Zeiten, in denen die Branche mit Herausforderungen konfrontiert ist, können diese Maßnahmen entscheidend dazu beitragen, den Wohnungsbau in Deutschland voranzutreiben.
Häufige Fragen
Was ist die degressive AfA?
Wie funktioniert die Sonderabschreibung nach § 7b EStG?
Welche Voraussetzungen müssen für die Inanspruchnahme gelten?
Wie viel kann ich durch die Kombination beider Abschreibungen sparen?
Gibt es KfW-Förderungen für den Wohnungsbau?
Quellen: Google News
Symbolbild: Neubau im Wohnungsbau mit steuerlichen Vorteilen · Foto: Jan van der Wolf / Pexels


