StartSteuern & Recht„Cum-Cum-Deals“: Bafin prüft Bilanzierung der DekaBank

„Cum-Cum-Deals“: Bafin prüft Bilanzierung der DekaBank

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 11.06.2026

Die Finanzaufsicht Bafin hat die DekaBank ins Visier genommen und prüft deren Bilanzierung im Zusammenhang mit umstrittenen Cum-Cum-Deals. Dies könnte weitreichende Folgen für die Bank und ihre Anleger haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • DekaBank unterliegt Bafin-Prüfung wegen Cum-Cum-Deals
  • Bilanziertes Steuererstattungsanspruch von 478 Millionen Euro
  • Untersuchung könnte Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben

Die DekaBank sieht sich derzeit einer intensiven Prüfung durch die Finanzaufsicht Bafin gegenüber. Diese Untersuchung bezieht sich auf die Bilanzierung von Steuererstattungsansprüchen, die im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Cum-Deals stehen. Diese Geschäfte, die in der Finanzwelt umstritten sind, könnten nicht nur die DekaBank, sondern auch das Vertrauen in den gesamten Finanzsektor beeinflussen.

Was sind Cum-Cum-Deals?

Bafin prüft DekaBank wegen Cum-Cum-Deals
Symbolbild: Bafin prüft DekaBank wegen Cum-Cum-Deals · Foto: RDNE Stock project / Pexels

Cum-Cum-Deals sind Finanztransaktionen, die darauf abzielen, Steuervergünstigungen für ausländische Investoren zu generieren. Diese Geschäfte sind eng verwandt mit den illegalen Cum-Ex-Deals, die in der Vergangenheit für erhebliches Aufsehen sorgten. Bei Cum-Cum-Deals wird versucht, die Kapitalertragsteuer für ausländische Anleger zu umgehen, indem Aktien kurz vor dem Dividendenstichtag verkauft und anschließend zurückgekauft werden. Dies führt zu einer Erstattung von Steuern, die in der Regel nicht gezahlt wurden.

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Die Rolle der Bafin

Die Bafin hat konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die DekaBank gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat. Insbesondere wird geprüft, ob die Bank die Voraussetzungen für die Aktivierung von Steuererstattungsansprüchen korrekt angewendet hat. Laut Bafin darf die Aktivierung solcher Ansprüche nur erfolgen, wenn es überwiegend wahrscheinlich ist, dass die Steuerbehörden die steuerliche Behandlung des Unternehmens akzeptieren werden.

In diesem Zusammenhang hat die DekaBank Steuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 478 Millionen Euro bilanziert, die sich auf Aktienhandelsgeschäfte aus den Jahren 2013 bis 2018 beziehen. Diese Ansprüche wurden jedoch von der Finanzverwaltung nicht anerkannt, was die Bafin zu ihrer Prüfung veranlasst hat.

Folgen für die DekaBank

Fakten auf einen Blick

  • Bafin prüft DekaBank wegen Cum-Cum-Deals
  • Steuererstattungsansprüche: 478 Millionen Euro
  • Untersuchung betrifft den Konzernabschluss 2024

Die DekaBank hat bereits reagiert und die fast 500 Millionen Euro an die Finanzverwaltung zurückgezahlt, die aus den umstrittenen Cum-Cum-Deals stammen. Die Bank ist jedoch überzeugt, dass ihre Bilanzierungspraxis nach Abschluss der Prüfung weiterhin als IFRS-konform angesehen werden kann. Dies könnte entscheidend für die zukünftige Stabilität und das Vertrauen in die DekaBank sein.

Die laufende Untersuchung könnte jedoch auch Auswirkungen auf die Anleger haben. Ein negatives Ergebnis könnte das Vertrauen in die DekaBank beeinträchtigen und sich negativ auf den Aktienkurs auswirken. Anleger sollten daher die Entwicklungen genau beobachten und sich über die möglichen Konsequenzen informieren.

Auswirkungen auf die Finanzmärkte

Die Untersuchung der DekaBank durch die Bafin könnte weitreichende Folgen für die Finanzmärkte haben. Sollte die Bafin zu dem Schluss kommen, dass die DekaBank gegen Vorschriften verstoßen hat, könnte dies zu einem größeren Vertrauensverlust in den Finanzsektor führen. Dies wäre besonders problematisch in einer Zeit, in der die Märkte bereits durch Inflation und Zinsänderungen unter Druck stehen.

Ein Vertrauensverlust in Banken und Finanzinstitute könnte dazu führen, dass Anleger vorsichtiger werden und ihre Investitionen überdenken. Dies könnte sich negativ auf die Aktienkurse auswirken und zu einer erhöhten Volatilität auf den Märkten führen. Anleger sollten sich daher auf mögliche Marktbewegungen vorbereiten und ihre Strategien entsprechend anpassen.

Relevanz für Anleger und die Wirtschaft

Die DekaBank ist ein wichtiger Akteur im deutschen Finanzsektor, insbesondere im Bereich der Sparkassen. Die laufende Prüfung durch die Bafin könnte daher nicht nur die DekaBank selbst, sondern auch andere Banken und Finanzinstitute betreffen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass die Entwicklungen rund um die DekaBank auch Auswirkungen auf ihre eigenen Investitionen haben können.

In einer Zeit, in der die Inflation steigt und die Zinsen sich verändern, ist es für Anleger besonders wichtig, die Stabilität der Banken im Auge zu behalten. Ein negatives Ergebnis der Bafin-Prüfung könnte das Vertrauen in den gesamten Sektor beeinträchtigen und zu einem Rückgang der Investitionen führen. Daher ist es ratsam, die Situation genau zu verfolgen und gegebenenfalls Anpassungen im Portfolio vorzunehmen.

Fazit

Bafin prüft DekaBank wegen Cum-Cum-Deals
Symbolbild: Bafin prüft DekaBank wegen Cum-Cum-Deals · Foto: RDNE Stock project / Pexels

Die laufende Prüfung der DekaBank durch die Bafin im Zusammenhang mit Cum-Cum-Deals ist ein wichtiges Thema für Anleger und den Finanzsektor insgesamt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung könnten weitreichende Folgen für die DekaBank und die Märkte haben. Anleger sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und sich über die möglichen Auswirkungen auf ihre Investitionen informieren.

Häufige Fragen

Was sind Cum-Cum-Deals?
Cum-Cum-Deals sind Finanztransaktionen, bei denen Banken versuchen, Steuervergünstigungen für ausländische Investoren zu generieren. Diese Geschäfte sind eng verwandt mit den illegalen Cum-Ex-Deals.
Warum prüft die Bafin die DekaBank?
Die Bafin hat konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die DekaBank gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, insbesondere in Bezug auf die Aktivierung von Steuererstattungsansprüchen.
Wie hoch sind die bilanzierten Steuererstattungsansprüche der DekaBank?
Die DekaBank hat Steuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 478 Millionen Euro bilanziert, die aus Aktienhandelsgeschäften zwischen 2013 und 2018 stammen.
Was könnte die Untersuchung für Anleger bedeuten?
Die Untersuchung könnte das Vertrauen in die DekaBank beeinträchtigen und sich negativ auf den Aktienkurs auswirken, was für Anleger von Bedeutung ist.
Wie könnte sich die Situation auf die Finanzmärkte auswirken?
Sollte die Bafin zu dem Schluss kommen, dass die DekaBank gegen Vorschriften verstoßen hat, könnte dies zu einem größeren Vertrauensverlust in den Finanzsektor führen und die Marktstabilität gefährden.

Quellen: Google News

Symbolbild: Bafin prüft DekaBank wegen Cum-Cum-Deals · Foto: Towfiqu barbhuiya / Pexels

Julia Hoffmann
Julia Hoffmann
Julia Hoffmann ist bei Finanz-Echo für die Themen Immobilien und Baufinanzierung zuständig. Sie erklärt, worauf es bei Kauf, Finanzierung und Vermietung ankommt, und behält dabei aktuelle Entwicklungen am Markt im Blick. Ihre Artikel richten sich sowohl an angehende Eigentümer als auch an alle, die ihre Immobilie als Geldanlage betrachten.
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