⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 17.09.2026
Die Riester-Rente wird zum Jahresende 2026 abgeschafft, was für viele Sparer erhebliche finanzielle Verluste bedeutet. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Sparer seit 2002 bis zu 43.000 Euro verloren haben.
- Riester-Rente wird 2027 abgeschafft.
- Sparer haben seit 2002 bis zu 43.000 Euro verloren.
- Altersvorsorgedepot bietet bessere Renditen.
Die Riester-Rente, ein zentrales Element der deutschen Altersvorsorge, wird zum 31. Dezember 2026 abgeschafft. Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für Millionen von Sparerinnen und Sparern, die seit 2002 in diese Form der Altersvorsorge investiert haben. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass viele von ihnen bis zu 43.000 Euro verloren haben, wenn man die Rendite der Riester-Rente mit der eines alternativen Altersvorsorgedepots vergleicht.
Was geschah mit der Riester-Rente?

Die Riester-Rente wurde 2002 eingeführt, um die private Altersvorsorge zu fördern. Sie sollte insbesondere Geringverdienern und Familien mit Kindern helfen, eine zusätzliche Einkommensquelle im Alter aufzubauen. Doch die Realität sieht anders aus: Viele Riester-Verträge haben sich als wenig rentabel erwiesen. Laut einer Untersuchung des Verbands Finanzwende erreichen 65 Prozent der Riester-Produkte nicht einmal eine Bruttorendite von 2 Prozent. Dies liegt vor allem an hohen Produktkosten und der verpflichtenden Beitragsgarantie, die die Anbieter zwingt, einen Großteil des Kapitals in Anleihen zu investieren, anstatt in renditestärkere Anlagen wie Aktien.
Die finanziellen Verluste der Sparer
Die Analyse zeigt, dass Sparer, die seit 2002 monatlich 100 Euro in einen Riester-Vertrag eingezahlt haben, im Vergleich zu einem Altersvorsorgedepot mit einem MSCI-World-ETF bis zu 43.000 Euro verloren haben. Diese Differenz ergibt sich nicht nur aus der besseren Förderung des Altersvorsorgedepots, sondern vor allem aus den hohen Kosten und der geringeren Aktienquote der Riester-Verträge. Während die Nettorendite der Riester-Rente bei etwa 2,5 Prozent pro Jahr liegt, kann das Altersvorsorgedepot mit einer Nettorendite von etwa 6,2 Prozent pro Jahr aufwarten.
Die Vorteile des Altersvorsorgedepots
- Abschaffung der Riester-Rente zum 31. Dezember 2026
- Differenz zwischen Riester und Altersvorsorgedepot: bis zu 43.000 Euro
- Nettorendite Riester: ca. 2,5 % p.a., Altersvorsorgedepot: ca. 6,2 % p.a.
Das Altersvorsorgedepot, das ab 2027 in Kraft tritt, bietet zahlreiche Vorteile gegenüber der Riester-Rente. Zum einen sind die Kosten deutlich niedriger: Während Riester-Produkte typischerweise 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr kosten, liegen die Gesamtkosten beim Altersvorsorgedepot bei nur 1,0 Prozent. Zudem profitieren Sparer von einer flexibleren Anlagestrategie, die es ihnen ermöglicht, in renditestärkere Anlagen zu investieren.
Ein weiterer Vorteil ist die staatliche Förderung. Für jeden gesparten Euro bis zu einem jährlichen Eigenbeitrag von 360 Euro gibt es 50 Cent vom Staat dazu. Bei höheren Sparbeträgen sinkt die Förderung auf 25 Cent pro Euro. Dies bedeutet, dass Sparer bei einem maximalen Eigenbeitrag von 1.800 Euro insgesamt bis zu 540 Euro an staatlicher Förderung erhalten können.
Steuerliche Aspekte der Altersvorsorge
Ein wichtiger Punkt bei der Altersvorsorge ist die steuerliche Behandlung der Erträge. Beim Altersvorsorgedepot fallen die Steuern auf die Erträge erst im Ruhestand an, wenn das Geld ausgezahlt wird. Der geförderte Teil unterliegt dem persönlichen Einkommensteuersatz, während der ungeförderte Teil, der zusätzlich angespart wird, unter das Halbeinkünfteverfahren fällt, wenn er auf einen Schlag ausgezahlt wird. Dies kann die Steuerlast erheblich senken.
Im Gegensatz dazu müssen Sparer, die auf die Riester-Rente setzen, bereits während der Ansparphase mit hohen Kosten und einer geringen Rendite rechnen. Dies führt dazu, dass viele Sparer am Ende weniger Geld zur Verfügung haben, als sie ursprünglich geplant hatten.
Was bedeutet die Abschaffung der Riester-Rente für die Sparer?
Die Abschaffung der Riester-Rente bedeutet für viele Sparer, dass sie sich neu orientieren müssen. Ab 2027 müssen sie auf das Altersvorsorgedepot umsteigen, um von den staatlichen Förderungen zu profitieren. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und möglicherweise eine Anpassung der bisherigen Anlagestrategien. Sparer sollten sich frühzeitig informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen, um die besten Entscheidungen für ihre Altersvorsorge zu treffen.
Fazit

Die Riester-Rente wird zum Jahresende 2026 abgeschafft, was für viele Sparer erhebliche finanzielle Verluste bedeutet. Die Analyse zeigt, dass Sparer seit 2002 bis zu 43.000 Euro verloren haben. Mit dem neuen Altersvorsorgedepot, das ab 2027 in Kraft tritt, stehen jedoch bessere Renditen und staatliche Förderungen zur Verfügung. Es ist wichtig, dass Sparer sich rechtzeitig informieren und ihre Altersvorsorge entsprechend anpassen, um von den Vorteilen des neuen Modells zu profitieren.
Häufige Fragen
Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?
Wie viel Geld haben Sparer insgesamt verloren?
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Wie hoch sind die Renditen beim Altersvorsorgedepot?
Welche Vorteile bietet das Altersvorsorgedepot?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Finanzielle Planung für die Rente · Foto: Picas Joe / Pexels


