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Stocker: Keine KeSt für Kinder mit Zukunftsdepot

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 31.08.2026

Die Diskussion um die Abschaffung der Kapitalertragsteuer (KeSt) für Kinderdepots nimmt Fahrt auf. Finanzpolitiker Stocker fordert eine Steuerbefreiung, um den Vermögensaufbau für die jüngere Generation zu fördern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stocker fordert keine KeSt für Kinderdepots
  • Ziel: Vermögensaufbau für Kinder erleichtern
  • Frühstartrente startet 2026

Die Diskussion um die Abschaffung der Kapitalertragsteuer (KeSt) für Kinderdepots nimmt Fahrt auf. Finanzpolitiker Stocker fordert eine Steuerbefreiung, um den Vermögensaufbau für die jüngere Generation zu fördern. Derzeit unterliegen Kursgewinne aus Wertpapieren in Österreich einer Steuer von 27,5 %, was viele Eltern davon abhält, in die finanzielle Zukunft ihrer Kinder zu investieren.

Was ist die Kapitalertragsteuer?

Kinder investieren in Zukunftsdepots
Symbolbild: Kinder investieren in Zukunftsdepots · Foto: Towfiqu barbhuiya / Pexels

Die Kapitalertragsteuer (KeSt) ist eine Steuer, die auf Erträge aus Kapitalanlagen erhoben wird. In Österreich beträgt der Steuersatz derzeit 27,5 % auf Kursgewinne, Zinsen und Dividenden. Diese Steuer gilt unabhängig von der Haltedauer der Wertpapiere, was bedeutet, dass Anleger bei einem Verkauf sofort besteuert werden. Vor 2012 gab es eine einjährige Spekulationsfrist, nach deren Ablauf Kursgewinne steuerfrei realisiert werden konnten. Diese Regelung wurde jedoch abgeschafft, was zu einer verstärkten Diskussion über die steuerliche Behandlung von Kapitalanlagen geführt hat.

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Stockers Vorschlag zur Steuerbefreiung

Stocker, ein prominenter Finanzpolitiker, hat sich für die Abschaffung der KeSt für Kinderdepots ausgesprochen. Sein Ziel ist es, den Vermögensaufbau für Kinder zu erleichtern und Anreize für Eltern zu schaffen, in die finanzielle Zukunft ihrer Kinder zu investieren. Der Vorschlag sieht vor, dass Kursgewinne aus Wertpapieren, die in einem Zukunftsdepot für Kinder angelegt sind, nach einer bestimmten Mindestbehaltefrist steuerfrei bleiben. Diese Frist wird voraussichtlich bei zehn Jahren liegen.

Die Bedeutung der Frühstartrente

Ein weiterer wichtiger Aspekt in dieser Diskussion ist die Einführung der Frühstartrente, die am 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Diese Regelung sieht vor, dass der Staat für jedes Kind, das sechs Jahre alt wird, monatlich 10 Euro in ein Altersvorsorgedepot einzahlt. Ziel ist es, Kindern einen frühen Zugang zu einer kapitalgedeckten Altersvorsorge zu ermöglichen und den Vermögensaufbau unabhängig vom Elternhaus zu fördern. Eltern haben die Möglichkeit, das Depot bei einem privaten Anbieter ihrer Wahl zu eröffnen und durch freiwillige Zuzahlungen zu ergänzen.

Vorteile eines Zukunftsdepots

Fakten auf einen Blick

  • Steuersatz: 27,5 % auf Kursgewinne
  • Mindestbehaltefrist: 10 Jahre
  • Start der Frühstartrente: 1. Januar 2026

Ein Zukunftsdepot bietet zahlreiche Vorteile für die finanzielle Bildung und den Vermögensaufbau von Kindern. Durch die Steuerbefreiung auf Kursgewinne nach Ablauf der Mindestbehaltefrist können Eltern sicherstellen, dass das Vermögen ihrer Kinder langfristig wächst, ohne dass hohe Steuern anfallen. Zudem können Eltern durch regelmäßige Einzahlungen und die Wiederanlage von Erträgen von einem erheblichen Zinseszinseffekt profitieren. Dies kann dazu führen, dass bereits mit kleinen Beträgen ein beachtliches Vermögen aufgebaut werden kann.

Die Rolle der Steuerberater

Die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (KSW) unterstützt die Forderung nach einer Steuerbefreiung für Kinderdepots. KSW-Präsident Philipp Rath betont, dass langfristiger Vermögensaufbau steuerlich nicht benachteiligt werden sollte. Ein erheblicher Teil des privaten Vermögens liegt in konservativen Anlageformen, während Unternehmen und Start-ups Kapital für Investitionen benötigen. Eine Steuerbefreiung könnte dazu beitragen, dass mehr Kapital in den Markt fließt und somit auch die wirtschaftliche Entwicklung gefördert wird.

Herausforderungen und Bedenken

Trotz der positiven Aspekte gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Umsetzung einer Steuerbefreiung für Kinderdepots. Kritiker argumentieren, dass eine solche Regelung vor allem wohlhabenden Familien zugutekommen könnte, während einkommensschwächere Familien möglicherweise nicht in der Lage sind, in die Zukunft ihrer Kinder zu investieren. Zudem könnte eine Steuerbefreiung zu einem Verlust an Steuereinnahmen führen, was die Finanzierung öffentlicher Projekte gefährden könnte.

Fazit

Kinder investieren in Zukunftsdepots
Symbolbild: Kinder investieren in Zukunftsdepots · Foto: Towfiqu barbhuiya / Pexels

Die Diskussion um die Abschaffung der Kapitalertragsteuer für Kinderdepots ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer verbesserten finanziellen Bildung und Vermögensaufbau für die jüngere Generation. Stockers Vorschlag könnte dazu beitragen, dass mehr Eltern in die Zukunft ihrer Kinder investieren und somit langfristig für deren finanzielle Sicherheit sorgen. Die Einführung der Frühstartrente ab 2026 wird diesen Prozess zusätzlich unterstützen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Diskussion entwickeln wird und ob die Steuerbefreiung tatsächlich umgesetzt wird.

Häufige Fragen

Was ist die Kapitalertragsteuer?
Die Kapitalertragsteuer (KeSt) ist eine Steuer auf Erträge aus Kapitalanlagen, die in Österreich derzeit 27,5 % beträgt.
Was ist ein Zukunftsdepot?
Ein Zukunftsdepot ist ein Anlagekonto, das speziell für Kinder eingerichtet wird, um Vermögen für die Zukunft aufzubauen.
Wie funktioniert die Frühstartrente?
Die Frühstartrente sieht vor, dass der Staat für jedes Kind, das sechs Jahre alt wird, monatlich 10 Euro in ein Altersvorsorgedepot einzahlt.
Welche Vorteile hat ein Kinderdepot?
Ein Kinderdepot ermöglicht es, Kapitalerträge steuerfrei zu erwirtschaften, solange sie innerhalb der Freibeträge bleiben.
Wie lange muss man in ein Zukunftsdepot investieren?
Es wird eine Mindestbehaltefrist von zehn Jahren diskutiert, nach deren Ablauf Kursgewinne steuerfrei realisiert werden können.

Quellen: Google News

Symbolbild: Kinder investieren in Zukunftsdepots · Foto: iam hogir / Pexels

Stefan Wagner
Stefan Wagner
Stefan Wagner widmet sich den Themen Altersvorsorge und Versicherungen. Er erklärt verständlich, welche Vorsorgemodelle es gibt und worauf man bei langfristigen Entscheidungen achten sollte. Bei Finanz-Echo möchte er dazu beitragen, dass auch trockene Themen wie Renten- und Absicherungsfragen greifbar werden.
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