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Aktivpension ab 2027: Bis zu 15.000 Euro jährlich steuerfrei

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 12.09.2026

Die neue Regelung zur Aktivpension, die ab 2027 in Kraft tritt, ermöglicht es Senioren, bis zu 15.000 Euro jährlich steuerfrei zu verdienen, während sie weiterhin arbeiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktivpension fördert Arbeiten im Alter
  • Steuerfreibetrag von bis zu 15.000 Euro
  • Entlastung für rund 68.000 Personen
  • Voraussetzungen: 40 Versicherungsjahre
  • Gültig ab 1. Januar 2027

Die neue Regelung zur Aktivpension, die ab 1. Januar 2027 in Kraft tritt, stellt einen bedeutenden Schritt in der Pensionsreform dar. Sie ermöglicht es Senioren, die das gesetzliche Pensionsalter erreicht haben, bis zu 15.000 Euro jährlich steuerfrei zu verdienen, während sie weiterhin aktiv im Berufsleben stehen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, das Arbeiten im Alter attraktiver zu gestalten und gleichzeitig die finanzielle Belastung durch Steuern zu reduzieren.

Was ist die Aktivpension?

Aktivpension: Arbeiten im Alter
Symbolbild: Aktivpension: Arbeiten im Alter · Foto: Greta Hoffman / Pexels

Die Aktivpension ist ein neues Modell, das es älteren Arbeitnehmern ermöglicht, ihre Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit steuerlich zu begünstigen. Ab 2027 können Personen, die über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten, von einem Steuerfreibetrag von bis zu 1.250 Euro pro Monat profitieren. Dies bedeutet, dass sie jährlich bis zu 15.000 Euro steuerfrei verdienen können, was eine erhebliche Entlastung für viele Senioren darstellt.

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Die Regelung gilt sowohl für unselbstständig Beschäftigte als auch für Selbstständige. Dies ist besonders wichtig, da viele Senioren, die in der Vergangenheit in die Selbstständigkeit gegangen sind, nun ebenfalls von dieser steuerlichen Entlastung profitieren können. Die Regierung erwartet, dass diese Maßnahme rund 68.000 Personen zugutekommen wird, die bereits im Pensionsalter sind und weiterhin arbeiten möchten.

Vorteile der Aktivpension

Ein zentraler Vorteil der Aktivpension ist die finanzielle Entlastung, die sie für Senioren mit sich bringt. Viele ältere Arbeitnehmer sehen sich oft mit hohen Steuern konfrontiert, wenn sie ihre Pension mit einem Zuverdienst kombinieren. Durch die Einführung des Steuerfreibetrags wird diese Belastung erheblich reduziert. Beispielsweise können Personen, die eine Bruttopension von 1.700 Euro beziehen und zusätzlich 500 Euro monatlich verdienen, eine jährliche Entlastung von 1.630 Euro erwarten.

Für Senioren, die ihren Pensionsantritt aufschieben und weiterhin arbeiten, gibt es ebenfalls Vorteile. Wer beispielsweise eine Bruttovergütung von 3.200 Euro erzielt, kann mit einer jährlichen Entlastung von 6.805 Euro rechnen. Diese finanziellen Anreize sollen dazu beitragen, dass mehr Menschen länger im Berufsleben bleiben und somit die Belastung des Pensionssystems verringert wird.

Voraussetzungen für die Aktivpension

Fakten auf einen Blick

  • Steuerfreibetrag: 15.000 Euro jährlich
  • Gültig ab: 1. Januar 2027
  • Zielgruppe: Personen über Pensionsalter
  • Anzahl der Betroffenen: ca. 68.000
  • Versicherungsjahre: 40 Jahre für Männer, 34 Jahre für Frauen

Um von der Aktivpension profitieren zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Männer müssen mindestens 40 Versicherungsjahre nachweisen, während für Frauen eine Übergangsregelung bis 2033 gilt, die mit 34 Jahren beginnt. Diese Regelung soll sicherstellen, dass Frauen schrittweise die gleichen Bedingungen wie Männer erhalten, während das gesetzliche Pensionsalter bis 2033 auf 65 Jahre angehoben wird.

Zusätzlich müssen Personen, die bereits in Pension gegangen sind, die Möglichkeit haben, sich durch weitere aktive Erwerbstätigkeit nachträglich in die Begünstigung hineinarbeiten. Dies bedeutet, dass sie weiterhin arbeiten können, um die erforderlichen Versicherungsjahre zu erreichen und somit von der Steuerfreibetragsregelung zu profitieren.

Finanzielle Auswirkungen und Steuerentfall

Die Einführung der Aktivpension wird voraussichtlich erhebliche finanzielle Auswirkungen auf den Staatshaushalt haben. Das Finanzministerium rechnet mit einem Steuerentfall von rund 125 Millionen Euro im Jahr 2027 und etwa 186 Millionen Euro ab 2028. Diese Mindereinnahmen werden teilweise durch den Finanzausgleich auf die Länder und Gemeinden verteilt. Dennoch wird erwartet, dass die Maßnahme langfristig zu einer Stabilisierung des Pensionssystems beiträgt, da mehr Menschen länger arbeiten und somit weniger auf die staatliche Pension angewiesen sind.

Zusätzlich plant die Regierung, ab 2027 100 Millionen Euro für Beihilfen und Maßnahmen zur Schaffung und Förderung von Arbeitsplätzen für ältere Personen bereitzustellen. Dies könnte dazu beitragen, die Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu fördern und ihre Beschäftigungschancen zu verbessern.

Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge

Im Rahmen des Gesetzespakets zur Aktivpension wurden auch Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge beschlossen. Ab 2028 erhalten Beschäftigte die Möglichkeit, ihre Abfertigungsansprüche in einer Vorsorge-Veranlagungsgemeinschaft (VVG) bei einer betrieblichen Vorsorgekasse zu veranlagen. Dies ermöglicht eine risikoreichere und potenziell profitablere Veranlagung, wobei die Kapitalgarantie entfällt.

Darüber hinaus können Arbeitnehmer ihre erworbenen Abfertigungsanwartschaften kostenfrei in eine Pensionskasse für eine lebenslange Zusatzpension übertragen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die finanzielle Sicherheit im Alter zu erhöhen und die Altersvorsorge zu stärken.

Fazit

Aktivpension: Arbeiten im Alter
Symbolbild: Aktivpension: Arbeiten im Alter · Foto: SHVETS production / Pexels

Die Einführung der Aktivpension ab 2027 stellt einen wichtigen Schritt in der Pensionsreform dar und bietet Senioren die Möglichkeit, bis zu 15.000 Euro jährlich steuerfrei zu verdienen. Diese Regelung fördert nicht nur das Arbeiten im Alter, sondern entlastet auch das Pensionssystem. Mit klaren Voraussetzungen und finanziellen Anreizen wird erwartet, dass viele ältere Arbeitnehmer von dieser neuen Regelung profitieren werden. Die damit verbundenen Änderungen in der betrieblichen Altersvorsorge könnten zudem die finanzielle Sicherheit im Alter weiter erhöhen.

Häufige Fragen

Was ist die Aktivpension?
Die Aktivpension ist ein neues Modell, das ab 2027 in Kraft tritt und es Senioren ermöglicht, bis zu 15.000 Euro jährlich steuerfrei zu verdienen, während sie weiterhin arbeiten.
Wer kann von der Aktivpension profitieren?
Rund 68.000 Personen, die das gesetzliche Pensionsalter erreicht haben und weiterhin arbeiten, können von der Aktivpension profitieren.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Um die Vorteile der Aktivpension in Anspruch zu nehmen, müssen Männer mindestens 40 Versicherungsjahre und Frauen vorerst 34 Versicherungsjahre nachweisen.
Wann tritt die Aktivpension in Kraft?
Die Regelung zur Aktivpension tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.
Wie wirkt sich die Aktivpension auf die Steuerlast aus?
Die Aktivpension ermöglicht es, bis zu 15.000 Euro jährlich steuerfrei zu verdienen, was eine erhebliche Entlastung für viele Senioren darstellt.

Quellen: Google News

Symbolbild: Aktivpension: Arbeiten im Alter · Foto: https://kaboompics.com/ / Pexels

Julia Hoffmann
Julia Hoffmann
Julia Hoffmann ist bei Finanz-Echo für die Themen Immobilien und Baufinanzierung zuständig. Sie erklärt, worauf es bei Kauf, Finanzierung und Vermietung ankommt, und behält dabei aktuelle Entwicklungen am Markt im Blick. Ihre Artikel richten sich sowohl an angehende Eigentümer als auch an alle, die ihre Immobilie als Geldanlage betrachten.
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