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Zahlt der Staat bald Neugeborenen eine Prämie? Aktuelle

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⏱ 5 Min. Lesezeit · Stand: 05.09.2026

Der österreichische Staat plant, ab 2027 eine Prämie von 500 Euro für jedes Neugeborene einzuführen. Diese Maßnahme soll Familien beim Vermögensaufbau für ihre Kinder unterstützen und ist Teil eines umfassenden Zukunftsdepot-Programms.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zukunftsdepot soll ab 2027 starten
  • 500 Euro Startguthaben für jedes Neugeborene
  • Steuerliche Vorteile für langfristige Anlagen

Der österreichische Staat plant, ab 2027 eine Prämie von 500 Euro für jedes Neugeborene einzuführen. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Programms, das als Zukunftsdepot bekannt ist und Familien beim Vermögensaufbau für ihre Kinder unterstützen soll. Die Idee hinter diesem Konzept ist es, Eltern zu ermutigen, langfristig für ihre Kinder zu sparen und ihnen eine finanzielle Grundlage für die Zukunft zu bieten.

Was ist das Zukunftsdepot?

Zukunftsdepot für Neugeborene in Österreich
Symbolbild: Zukunftsdepot für Neugeborene in Österreich · Foto: Kampus Production / Pexels

Das Zukunftsdepot ist ein geplantes Finanzinstrument, das es Eltern ermöglicht, für ihre Kinder steuerbegünstigt Geld anzusparen. Ab dem Jahr 2027 sollen alle in Österreich geborenen Kinder Anspruch auf ein Startguthaben von 500 Euro haben, das vom Staat bereitgestellt wird. Dieses Geld wird auf ein Depot bei einer teilnehmenden Bank eingezahlt und muss bis zur Volljährigkeit des Kindes, also bis zum 18. Lebensjahr, dort verbleiben.

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Das Konzept sieht vor, dass Eltern zusätzlich bis zu 5.000 Euro pro Jahr in das Zukunftsdepot einzahlen können. Diese Einzahlungen sind ebenfalls steuerlich begünstigt, da die bis zur Volljährigkeit erzielten Kapitalerträge von der Kapitalertragsteuer (KESt) befreit sind. Dies stellt einen erheblichen Vorteil dar, da die KESt in Österreich normalerweise 27,5 Prozent beträgt.

Finanzierung und Budgetierung der Prämie

Die Prämie von 500 Euro für Neugeborene ist für die Jahre 2027 und 2028 mit jeweils 40 Millionen Euro im Budget eingeplant. Diese Mittel stammen aus dem Familienfonds FLAF. Allerdings gibt es noch offene Fragen zur nachhaltigen Finanzierung für zukünftige Jahrgänge, da die derzeitige Budgetierung nur für die ersten zwei Jahre gesichert ist.

Das Finanzministerium hat bereits angemerkt, dass eine dauerhafte Finanzierung des Zukunftsdepots notwendig ist, um sicherzustellen, dass auch nach 2028 weitere Neugeborene von dieser Maßnahme profitieren können. Derzeit wird diskutiert, wie diese Finanzierung langfristig gesichert werden kann, um eine kontinuierliche Unterstützung für alle in Österreich geborenen Kinder zu gewährleisten.

Steuerliche Vorteile und langfristige Einsparungen

Fakten auf einen Blick

  • Startguthaben: 500 Euro für Neugeborene ab 2027
  • Budgetierung: Jeweils 40 Millionen Euro für 2027 und 2028
  • Steuerbefreiung: Kapitalerträge bis zur Volljährigkeit steuerfrei

Ein zentraler Aspekt des Zukunftsdepots sind die steuerlichen Vorteile, die Eltern beim Ansparen für ihre Kinder erhalten. Die bis zur Volljährigkeit erzielten Kapitalerträge sind von der Kapitalertragsteuer befreit, was bedeutet, dass Eltern beim langfristigen Sparen nicht zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Dies kann zu erheblichen Einsparungen führen, insbesondere wenn man bedenkt, dass bei einer monatlichen Einzahlung von 50 Euro über 18 Jahre bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent ein Betrag von etwa 23.400 Euro im Depot liegen könnte.

Die Steuerersparnis durch den KESt-Erlass könnte in diesem Beispiel rund 3.300 Euro betragen. Dies zeigt, wie vorteilhaft das Zukunftsdepot für Familien sein kann, die langfristig für ihre Kinder sparen möchten. Die Möglichkeit, auch mit kleinen Beträgen über die Jahre hinweg ein ansehnliches Vermögen aufzubauen, ist ein weiterer Anreiz für Eltern, in das Zukunftsdepot zu investieren.

Technische und rechtliche Rahmenbedingungen

Um das Zukunftsdepot erfolgreich umzusetzen, müssen zahlreiche technische und rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehört unter anderem die Auswahl der teilnehmenden Banken, die das Zukunftsdepot gebührenfrei anbieten müssen. Es ist jedoch eine unternehmerische Entscheidung jedes Instituts, ob es an der Maßnahme teilnehmen möchte. Die Banken sollen vom Staat keinen Zuschuss erhalten, müssen aber sicherstellen, dass die angebotenen Produkte innerhalb einer bestimmten Bandbreite liegen und keine spekulativen Anlagen wie Derivate oder Kryptowährungen zulässig sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Mündelsicherheit der Anlagen. Es müssen Anlageformen gewählt werden, die ein minimales Risiko aufweisen und für das Vermögen von Minderjährigen geeignet sind. Dies stellt sicher, dass das angesparte Kapital der Kinder geschützt ist und nicht durch riskante Investitionen gefährdet wird.

Gesellschaftliche Auswirkungen und Finanzbildung

Die Einführung des Zukunftsdepots wird nicht nur finanzielle Auswirkungen auf die Familien haben, sondern auch einen Beitrag zur Finanzbildung leisten. Familienministerin Claudia Bauer betont, dass es wichtig ist, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie sie mit Geld umgehen und für ihre Zukunft sparen können. Durch die Möglichkeit, bereits in jungen Jahren mit dem Sparen zu beginnen, wird das Bewusstsein für finanzielle Themen gefördert.

Die Maßnahme könnte insbesondere auch Familien mit geringerem Einkommen zugutekommen, da sie die Möglichkeit haben, auch mit kleinen Beträgen über die Jahre hinweg ein Vermögen aufzubauen. Dies könnte dazu beitragen, die finanzielle Chancengleichheit zu erhöhen und den Zugang zu finanziellen Ressourcen für alle Kinder zu verbessern.

Fazit

Zukunftsdepot für Neugeborene in Österreich
Symbolbild: Zukunftsdepot für Neugeborene in Österreich · Foto: Atlantic Ambience / Pexels

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das geplante Zukunftsdepot in Österreich eine vielversprechende Initiative ist, die Familien beim Vermögensaufbau für ihre Kinder unterstützen soll. Mit einem Startguthaben von 500 Euro und der Möglichkeit, steuerbegünstigt bis zu 5.000 Euro pro Jahr einzuzahlen, bietet das Zukunftsdepot zahlreiche Vorteile. Die langfristigen Einsparungen durch die Befreiung von der Kapitalertragsteuer und die Förderung der Finanzbildung sind weitere positive Aspekte dieser Maßnahme. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Finanzierung über 2028 hinaus gesichert werden kann und welche konkreten Rahmenbedingungen letztlich umgesetzt werden.

Häufige Fragen

Was ist das Zukunftsdepot?
Das Zukunftsdepot ist ein geplantes Finanzinstrument in Österreich, das es Eltern ermöglicht, für ihre Kinder steuerbegünstigt Geld anzusparen. Ab 2027 sollen Neugeborene ein Startguthaben von 500 Euro erhalten.
Wie wird die Prämie finanziert?
Die Prämie von 500 Euro für Neugeborene ist für die Jahre 2027 und 2028 mit jeweils 40 Millionen Euro im Budget eingeplant. Eine nachhaltige Finanzierung für zukünftige Jahrgänge ist jedoch noch unklar.
Welche steuerlichen Vorteile bietet das Zukunftsdepot?
Die bis zur Volljährigkeit erzielten Kapitalerträge im Zukunftsdepot sind von der Kapitalertragsteuer befreit. Dies ermöglicht Eltern, über Jahre hinweg steuerfrei für ihre Kinder zu sparen.
Wann können Eltern auf das Geld zugreifen?
Eltern können auf das angesparte Geld erst zugreifen, wenn das Kind 18 Jahre alt ist. Bis dahin bleibt das Kapital im Depot und ist vor Entnahmen geschützt.
Welche Anlageformen sind im Zukunftsdepot erlaubt?
Im Zukunftsdepot dürfen nur bestimmte, risikoarme Anlageformen verwendet werden. Spekulative Produkte wie Derivate oder Kryptowährungen sind ausgeschlossen.

Quellen: Google News

Symbolbild: Zukunftsdepot für Neugeborene in Österreich · Foto: Aleksei Alimenko / Pexels

Carolin Berger
Carolin Berger
Carolin Berger schreibt über alles rund um die persönliche Finanzplanung: Sparen, Budgetieren und der Umgang mit dem eigenen Geld im Alltag. Ihr ist wichtig, dass Finanzthemen niemanden überfordern, sondern praktisch und nachvollziehbar bleiben. In ihren Beiträgen verbindet sie konkrete Tipps mit einem realistischen Blick auf das, was im Alltag tatsächlich umsetzbar ist.
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