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Paketsteuer ab Oktober 2026: Auswirkungen auf

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⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 08.09.2026

Ab dem 1. Oktober 2026 wird in Österreich eine neue Paketsteuer von 2,40 Euro pro Paket eingeführt, die erhebliche Auswirkungen auf den Online-Handel und die Wirtschaft haben könnte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Paketsteuer erhöht die Kosten für Online-Bestellungen.
  • Große Händler wie Amazon und Zalando sind direkt betroffen.
  • Die Einnahmen sollen die Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel gegenfinanzieren.

Ab dem 1. Oktober 2026 wird in Österreich eine neue Paketsteuer eingeführt, die die Kosten für Online-Bestellungen erheblich erhöhen könnte. Die Abgabe beträgt 2,40 Euro pro Paket, was eine Überraschung für viele Verbraucher darstellt, da ursprünglich nur von zwei Euro die Rede war. Diese Steuer wird vor allem große Online-Händler betreffen, die einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro erzielen. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die steigenden Kosten im Online-Handel zu regulieren und gleichzeitig die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel zu finanzieren.

Was ist die Paketsteuer?

Paketsteuer beeinflusst Online-Shopping
Symbolbild: Paketsteuer beeinflusst Online-Shopping · Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Die Paketsteuer ist eine neue Abgabe, die ab dem 1. Oktober 2026 in Österreich in Kraft tritt. Sie beträgt 2,40 Euro pro Paket und wird auf alle Online-Bestellungen erhoben, die von großen Händlern versendet werden. Diese Steuer ist nicht nur eine zusätzliche Belastung für die Verbraucher, sondern auch ein Instrument zur Regulierung des Online-Handels. Die Abgabe wird auf die Netto-Paketgebühr von zwei Euro aufgeschlagen, was bedeutet, dass die Verbraucher die Umsatzsteuer von 20 Prozent zusätzlich zahlen müssen.

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Wer ist von der Paketsteuer betroffen?

Die Paketsteuer betrifft in erster Linie große Online-Händler wie Amazon, Zalando, Otto und viele andere, die einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro erzielen. Diese Regelung könnte jedoch auch indirekt kleinere Händler treffen, die ihre Produkte über diese großen Plattformen verkaufen. Schätzungen zufolge könnte jede zweite Online-Bestellung in Österreich von dieser neuen Abgabe betroffen sein, was die Kosten für viele Verbraucher erhöhen wird.

Wie wird die Paketsteuer verwendet?

Fakten auf einen Blick

  • Paketsteuer: 2,40 Euro pro Paket ab 1. Oktober 2026
  • Betroffene Händler: Umsatz über 100 Millionen Euro jährlich
  • Erwartete Einnahmen: 280 Millionen Euro pro Jahr

Die Einnahmen aus der Paketsteuer werden auf etwa 280 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Diese Mittel sollen zur Gegenfinanzierung der seit Juli 2026 geltenden Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel verwendet werden. Die Regierung argumentiert, dass die Paketsteuer notwendig ist, um die steigenden Kosten im Online-Handel zu regulieren und gleichzeitig den stationären Handel zu unterstützen.

Zusätzliche Kosten für Online-Käufer

Neben der Paketsteuer müssen Online-Käufer auch mit weiteren Kosten rechnen. Seit dem 1. Juli 2026 gilt eine EU-Einfuhrgebühr von drei Euro für Kleinsendungen mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro. Ab dem 1. November 2026 könnte eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von zwei Euro hinzukommen. Diese Gebühren könnten die Gesamtkosten für Online-Bestellungen auf bis zu 7,40 Euro pro Paket erhöhen, was insbesondere für Käufer von günstigen Produkten eine erhebliche Belastung darstellt.

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Der Handelsverband hat die Paketsteuer als potenziellen Innovations- und Jobkiller kritisiert. Laut Analysen könnte die Steuer zu einem Verlust von bis zu 2.870 Arbeitsplätzen führen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 360 Millionen Euro jährlich reduzieren. Diese negativen Auswirkungen könnten sich insbesondere auf den stationären Handel auswirken, der bereits unter dem Druck des Online-Handels leidet.

Fazit

Paketsteuer beeinflusst Online-Shopping
Symbolbild: Paketsteuer beeinflusst Online-Shopping · Foto: Polina Tankilevitch / Pexels

Die Einführung der Paketsteuer ab Oktober 2026 wird erhebliche Auswirkungen auf den Online-Handel und die Wirtschaft in Österreich haben. Verbraucher müssen sich auf höhere Kosten einstellen, während große Händler und auch kleinere Anbieter unter dem Druck der neuen Abgabe leiden könnten. Die langfristigen Folgen dieser Steuer sind noch ungewiss, aber die Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen sind bereits jetzt spürbar.

Häufige Fragen

Was ist die Paketsteuer?
Die Paketsteuer ist eine neue Abgabe von 2,40 Euro pro Paket, die ab dem 1. Oktober 2026 in Österreich gilt. Sie betrifft vor allem große Online-Händler mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro.
Wer ist von der Paketsteuer betroffen?
Betroffen sind große Online-Händler wie Amazon, Zalando und Otto, die einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr erzielen. Indirekt sind auch kleinere Händler betroffen, die über diese Plattformen verkaufen.
Wie wird die Paketsteuer verwendet?
Die Einnahmen aus der Paketsteuer, die auf etwa 280 Millionen Euro pro Jahr geschätzt werden, sollen zur Gegenfinanzierung der Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel dienen.
Welche weiteren Kosten kommen auf Online-Käufer zu?
Zusätzlich zur Paketsteuer gibt es seit dem 1. Juli 2026 eine EU-Einfuhrgebühr von drei Euro für Kleinsendungen bis 150 Euro. Ab dem 1. November 2026 könnte eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro hinzukommen.
Wie wird die Paketsteuer die Wirtschaft beeinflussen?
Der Handelsverband warnt, dass die Paketsteuer als Innovations- und Jobkiller wirken könnte, mit möglichen Verlusten von bis zu 2.870 Arbeitsplätzen und einem Rückgang des BIP um 360 Millionen Euro jährlich.

Quellen: Google News

Symbolbild: Paketsteuer beeinflusst Online-Shopping · Foto: Polina Tankilevitch / Pexels

Stefan Wagner
Stefan Wagner
Stefan Wagner widmet sich den Themen Altersvorsorge und Versicherungen. Er erklärt verständlich, welche Vorsorgemodelle es gibt und worauf man bei langfristigen Entscheidungen achten sollte. Bei Finanz-Echo möchte er dazu beitragen, dass auch trockene Themen wie Renten- und Absicherungsfragen greifbar werden.
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