⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 16.08.2026
Die Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH hat am 15. August 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Rund 100 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft, während die Filialen in Kaufland und Netto weiterhin geöffnet bleiben.
- Torney Landfleischerei meldet Insolvenz an.
- Rund 100 Mitarbeiter betroffen.
- Filialen in Kaufland und Netto bleiben geöffnet.
Die Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH, ein traditionsreicher Fleischverarbeiter aus Mecklenburg-Vorpommern, hat am 15. August 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Schritt kommt nach 33 Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit und betrifft rund 100 Mitarbeiter, die nun um ihre Zukunft bangen. Die Filialen des Unternehmens, die sich in Kaufland- und Netto-Märkten befinden, bleiben vorerst geöffnet, während die Geschäftsführung an einer Sanierung arbeitet.
Was geschah mit der Torney Landfleischerei?

Die Torney Landfleischerei hat sich seit ihrer Gründung in den frühen 1990er-Jahren als wichtiger Anbieter von Fleisch-, Wurst- und Feinkostwaren in der Region etabliert. Mit 13 eigenen Filialen beliefert das Unternehmen zahlreiche Supermärkte, darunter Kaufland und Netto. Die Insolvenz wurde beim Amtsgericht Neubrandenburg beantragt, und Rechtsanwalt Michael Busching wurde als Sachwalter eingesetzt, um die Geschäftsführung während des Sanierungsprozesses zu unterstützen.
Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig. Steigende Energiepreise, die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns und eine allgemeine Zurückhaltung der Verbraucher beim Kauf von frischen Lebensmitteln haben die finanzielle Situation des Unternehmens erheblich belastet. Geschäftsführer Michael Witt, der den Betrieb erst seit Kurzem leitet, zeigt sich jedoch optimistisch und glaubt, dass eine Sanierung möglich ist.
Die Auswirkungen auf die Mitarbeiter
Für die rund 100 Mitarbeiter der Torney Landfleischerei gibt es zunächst einen kleinen Lichtblick: Ihre Löhne sind für drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Dies gibt den Beschäftigten etwas Sicherheit in einer unsicheren Zeit. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob das Unternehmen in der Lage ist, die Krise zu überwinden.
Die Geschäftsführung plant, entweder durch einen Insolvenzplan eine finanzielle Sanierung aus eigener Kraft zu erreichen oder einen neuen Investor zu finden. Die Mitarbeiter sind in dieser Phase auf die Unterstützung der Geschäftsführung angewiesen, um die Herausforderungen zu meistern und ihre Arbeitsplätze zu sichern.
Die Rolle der Verbraucher und der Markt
- Unternehmen: Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH
- Mitarbeiter: ca. 100
- Filialen: 13 in Kaufland und Netto
- Insolvenzantrag: 15.08.2026
- Ort: Altentreptow, Mecklenburg-Vorpommern
Die zurückhaltende Kauflaune der Verbraucher spielt eine entscheidende Rolle in der aktuellen Situation der Torney Landfleischerei. Viele Menschen haben aufgrund der Inflation und steigender Lebenshaltungskosten weniger Geld zur Verfügung, was sich negativ auf den Absatz von frischen Lebensmitteln auswirkt. Laut dem Sachwalter Michael Busching kaufen die Kunden weniger frisches Rumpsteak und andere hochwertige Produkte, was die finanzielle Lage des Unternehmens weiter verschärft.
Die Fleischbranche steht unter Druck, insbesondere die mittelständischen Unternehmen in Ostdeutschland. Die Torney Landfleischerei ist nicht das einzige Unternehmen, das mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Ähnliche Probleme haben auch andere Fleischproduzenten in der Region erlebt, was die gesamte Branche in eine kritische Lage bringt.
Die Suche nach Lösungen
Um die Insolvenz zu bewältigen, hat die Geschäftsführung der Torney Landfleischerei verschiedene Strategien in Betracht gezogen. Neben der Suche nach Investoren wird auch an einer Neuausrichtung des Unternehmens gearbeitet. Dies könnte bedeuten, dass das Produktangebot angepasst oder die Produktionsprozesse optimiert werden, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.
Die Suche nach einem Investor könnte entscheidend für die Zukunft des Unternehmens sein. Ein neuer Investor könnte nicht nur frisches Kapital bereitstellen, sondern auch neue Ideen und Strategien einbringen, die das Unternehmen wieder auf Kurs bringen könnten. Die Geschäftsführung ist optimistisch, dass es möglich ist, einen geeigneten Partner zu finden.
Der wirtschaftliche Kontext
Die Insolvenz der Torney Landfleischerei ist ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, mit denen die Fleischbranche konfrontiert ist. Steigende Energiepreise und die Inflation haben nicht nur die Produktionskosten erhöht, sondern auch die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigt. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Unsicherheit geprägt ist, müssen Unternehmen flexibel und anpassungsfähig sein, um zu überleben.
Die Situation der Torney Landfleischerei könnte auch Auswirkungen auf den DAX und die allgemeine Wirtschaft haben. Wenn mittelständische Unternehmen in der Fleischbranche in Schwierigkeiten geraten, könnte dies das Vertrauen der Investoren in die gesamte Branche beeinträchtigen. Zudem könnte eine mögliche Konsolidierung in der Branche dazu führen, dass größere Unternehmen die Gelegenheit nutzen, um kleinere Wettbewerber aufzukaufen.
Fazit

Die Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH steht vor einer herausfordernden Zukunft, nachdem sie Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hat. Die rund 100 Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze, während die Filialen in Kaufland und Netto vorerst geöffnet bleiben. Die Geschäftsführung zeigt sich optimistisch und sucht nach Investoren, um das Unternehmen zu sanieren. Die Entwicklungen in der Fleischbranche und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden entscheidend dafür sein, ob die Torney Landfleischerei eine Zukunft hat oder nicht.
Häufige Fragen
Was ist die Torney Landfleischerei?
Warum hat die Fleischerei Insolvenz angemeldet?
Was passiert mit den Mitarbeitern?
Wie geht es mit den Filialen weiter?
Gibt es Hoffnung auf eine Rettung des Unternehmens?
Quellen: Google News
Symbolbild: Torney Landfleischerei in der Krise · Foto: Fabrizio Velez / Pexels


